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OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen: Empfehlungen an den Bundestag

Ein Bündnis von fünfzehn deutschen Nichtregierungsorganisationen hat den Deutschen Bundestag im November 2006 dazu aufgefordert, auf eine strukturelle und inhaltliche Reform der Arbeit der deutschen Kontaktstelle für die OECD-Leitsätze hinzuwirken. Die Stelle sollte zukünftig interministeriell angebunden werden, die Bearbeitung der Fälle sollte transparenter erfolgen und bei der Interpretation der Leitsätze vor allem Zulieferfragen weitgehender berücksichtigen. Zudem sollte eine nationale Überprüfungsinstanz für OECD-Beschwerdefälle eingesetzt werden, die bei kontroversen Entscheidungen der Kontaktstelle oder bei prozeduralen Unzulänglichkeiten die strittigen Fragen aufgreifen könnte. Weiterhin sollte der Bundestag darauf hinwirken, die OECD-Leitsätze an staatliche Instrumente wie Hermesbürgschaften oder das öffentliche Vergabewesen zu koppeln.

Das Papier gibt zunächst eine kurze Einführung in die OECD-Leitsätze, stellt parlamentarische Initiativen anderer Länder zur verbesserten Anwendung der Leitsätze vor, informiert über die bisherige Umsetzung der OECD-Leitsätze in Deutschland, vergleicht die deutsche Kontaktstelle mit der Praxis anderer Länder und richtet schließlich Empfehlungen an den Bundestag. Es hat eine rege Debatte unter Parlamentariern in Gang gesetzt.

>> Forderungspapier [PDF, 200 KB]
 

Siehe hierzu auch:



zuletzt geändert am 5.9.07