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Den OECD-Leitsätzen auf die Sprünge helfen

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Multinationale Konzerne agieren über Grenzen und nationale Gesetzgebungen hinweg. Oft auch in Entwicklungsländern, wo soziale Standards niedrig sind. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) verabschiedete bereits 1976 Leitsätze für multinationale Unternehmen, die als freiwillige Richtlinien zur Einhaltung bestimmter Standards mahnen.

Jetzt sollen die OECD-Leitsätze neu überarbeitet werden. MISEREOR und Germanwatch fordern konkrete Reformen. Damit die OECD-Leitsätze ein stärkeres Instrument zur Kontrolle multinationaler Konzerne werden.

Unterschreiben Sie bis zum 30. September 2010 online und setzen Sie sich gemeinsam mit Germanwatch und MISEREOR dafür ein, dass im Rahmen des Revisionsprozesses:

  • die Nationale Kontaktstelle in Deutschland nach niederländischem Vorbild umstrukturiert wird
  • Mindeststandards für die Arbeit aller Nationalen Kontaktstellen festgelegt werden
  • der Geltungsbereich der Leitsätze über den engen Investitionsbezug hinaus erweitert wird
  • die Menschenrechte und der Klimaschutz die ihnen angemessene Bedeutung erhalten
  • länderbezogene Rechnungslegungspflichten in den Leitsätzen verankert werden
  • der Verstoß gegen die Leitsätze Konsequenzen für ein Unternehmen hat (z. B. durch zeitweiligen Ausschluss von neuen Exportgarantien)
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Mehr Infos zum Thema: 

Foto: Tobias Schwab, Frankfurter Rundschau
Rund 2.000 Menschen wurden in Uganda gewaltsam von ihrem Land vertrieben, um Platz für eine Kaffeeplantage der Neumann- Gruppe zu machen. Noch immer wartet die ugandische Bäuerin Deziranta N. auf eine angemessene Entschädigung für den Verlust ihres Hauses und ihrer Felder, auf denen jetzt die Plantage steht. FIAN hat diesen Fall als OECD-Beschwerde in Deutschland vorgebracht.


zuletzt geändert am 12.7.10