"Soziale Sicherungssysteme" und "Zukunft der Arbeit"
Unter dem Stichwort "Sustainability" kommen nach unserer Einschätzung
bislang die internationalen sozial- und arbeitspolitischen Fragen bei der
Gewichtung der Nord-Süd-politischen Agenda zu kurz (im Gegensatz zu
den ökologischen). GERMANWATCH ging es in diesem Symposium auch darum,
einen Bogen von der politischen Vision zur realpolitischen Machbarkeit,
bzw. zu den politischen Möglichkeiten unter den Bedingungen der Globalisierung
zu schlagen. Dazu kamen zu beiden Themenschwerpunkten jeweils ein Vertreter
bzw. eine Vertreterin aus dem Süden und aus dem Norden zu Wort.
Arbeitspapiere:
Diese Arbeitspapiere wurden in der Vorbereitung des Symposiums von der
oben genannten Arbeitsgruppe erarbeitet.
"Soziale Nachhaltigkeit" wird in der Nachhaltigkeitsdiskussion oft
vernachlässigt, ist aber angesichts der wachsenden globalen Macht
des Marktes und der zunehmend ungleichen Verteilung des Reichtums nötiger
denn je
Das Konzept "Armutsbekämpfung" in der Entwicklungszusammenarbeit:
Unterstützung von Selbsthilfe und informellem Sektor - in sozialer
und ökologischer Hinsicht muß der Staat dem Markt Rahmen setzen
- Nord und Süd können voneinander lernen
Grußwort von Dr. Erfried Adam, Sprecher und
Koordinator des Forums Weltsozialgipfel der deutschen Nichtregierungsorganisationen:
Ergebnis des Weltsozialgipfels in Kopenhagen war: Soziale Gerechtigkeit
ist ein Menschenrecht, sie sollte vorrangig durch eigene Arbeit gesichert
werden, der Staat muß allen die Möglichkeit dazu schaffen und
für gerechte Verteilung sorgen.
Politisch verliert sozialverträgliche Entwicklung an Boden
- der Staat sollte investieren statt subventionieren - Aufgaben und Bedeutung
der Zivilgesellschaft nehmen zu