GERMANWATCH-Symposium "Soziale Zukunftsfähigkeit"
am 2. Oktober 1997 in Bonn mit den Schwerpunkten
"Soziale Sicherungssysteme" und "Zukunft der Arbeit"
Unter dem Stichwort "Sustainability" kommen nach unserer
Einschätzung bislang die internationalen sozial- und
arbeitspolitischen Fragen bei der Gewichtung der
Nord-Süd-politischen Agenda zu kurz (im Gegensatz zu
den ökologischen). GERMANWATCH ging es in diesem Symposium auch
darum, einen Bogen von der politischen Vision zur realpolitischen
Machbarkeit, bzw. zu den politischen Möglichkeiten unter den
Bedingungen der Globalisierung zu schlagen. Dazu kamen zu beiden
Themeschwerpunkten jeweils ein Vertreter bzw. eine Vertreterin aus dem
Süden und aus dem Norden zu Wort.
Hinweis: Wir haben eine Mailingliste "Soziale
Zukunftsfähigkeit" eingerichtet.
Bei Interesse wenden Sie sich an
Rainer Engels
in der GERMANWATCH-Geschäftsstelle.
Die Dokumentation dieses Symposiums ist noch nicht völlig
abgeschlossen, bis jetzt finden Sie hier folgende Dokumente:
Arbeitspapiere:
Diese Arbeitspapiere wurden in der Vorbereitung des Symposiums von der
obengenannten Arbeitsgruppe erarbeitet.
Referate im Wortlaut:
- Begrüßung
durch Holger Baum, GERMANWATCH-Vorstandsvorsitzender:
"Soziale Nachhaltigkeit" wird in der
Nachhaltigkeitsdiskussion oft vernachlässigt, ist aber angesichts
der wachsenden globalen Macht des Marktes und der zunehmend ungleichen
Verteilung des Reichtums nötiger denn je
- Grußwort von Klaus-Jürgen
Hedrich, parl. Staatssekretär im Bundesministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:
Das Konzept "Armutsbekämpfung" in der
Entwicklungszusammenarbeit: Unterstützung von Selbsthilfe und
informellem Sektor - in sozialer und ökologischer Hinsicht
muß der Staat dem Markt Rahmen setzen - Nord und Süd
können voneinander lernen
- Grußwort von Dr. Erfried Adam,
Sprecher und Koordinator des Forums Weltsozialgipfel der
deutschen Nichtregierungsorganisationen:
Ergebnis des Weltsozialgipfels in Kopenhagen war: Soziale
Gerechtigkeit ist ein Menschenrecht, sie sollte vorrangig durch eigene
Arbeit gesichert werden, der Staat muß allen die Möglichkeit
dazu schaffen und für gerechte Verteilung sorgen.
- Einführungsreferat von Holger Baum,
GERMANWATCH-Vorstandsvorsitzender:
Politisch verliert sozialverträgliche Entwicklung an Boden -
der Staat sollte investieren statt subventionieren - Aufgaben und
Bedeutung der Zivilgesellschaft nehmen zu
- Zukunft der Arbeit - Nord: Soziale
Nachhaltigkeit, Arbeit und moderne Beschäftigungspolitik,
Klaus-W. West, DGB Grundsatzabteilung
Zukunft der Arbeit - Süd, Nanditah Shah, Womens Research Center, Bombay
- Soziale Sicherungssysteme - Nord,
Dr. Rainer Grießhammer, Ökoinstitut Freiburg
- Ausblick, Joschka Fischer,
Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen