|
Der globale,
durch den Menschen verursachte Klimawandel als besondere Herausforderung
im Zusammenhang mit der Energieversorgung soll an dieser Stelle etwas ausführlicher
behandelt werden. Schon seit Mitte der 80er Jahre gibt es einen Konsens
der meisten seriösen Klimawissenschaftler, dass der Mensch wahrscheinlich
eine Erwärmung des Klimas herbeiführt, indem er mit seinen Aktivitäten
große Mengen von CO2 und verschiedenen anderen Treibhausgasen ausstößt.
Die Gewissheit hierüber hat sich seitdem stetig erhöht.
Die Abbildung zeigt, welche direkten und indirekten Auswirkungen Millionen von Menschen durch den Temperaturanstieg drohen - vor allem den armen Bevölkerungsteilen in Entwicklungsländern. Zum einen kann der Temperaturanstieg relativ unmittelbar zu Problemen wie der Ausbreitung von Krankheiten und der Abnahme der landwirtschaftlichen Produktivität führen. Weitere Veränderungen, die dem Temperaturanstieg mit hoher Wahrscheinlichkeit folgen werden, sind der Anstieg des Meeresspiegels, die Veränderung von Niederschlagsmustern sowie die Zunahme der Häufigkeit von Stürmen. Diese Veränderungen drohen dramatische Konsequenzen nach sich zu ziehen wie die Überflutung küstennaher Wohn- und Anbaugebiete, Sturmschäden und Dürren. Dass auch Europa sehr verwundbar gegenüber extremen Wettereignissen ist, haben die schweren Überschwemmungen im Sommer 2002 mit Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe sowie die Dürren im Sommer 2003 mit über 15.000 Hitzetoten gezeigt. Wir müssen davon ausgehen, dass die Auswirkungen des globalen Klimawandels desto gravierender ausfallen, je mehr Treibhausgase wir im Verlauf der kommenden Jahrzehnte emittieren werden. |
| © GERMANWATCH zuletzt geändert am 27.5.04 von Gerold Kier |