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Als technische Lösungen für das Problem des menschgemachten Klimawandels werden sehr unterschiedliche Strategien vorgeschlagen. Bei dreien davon halten wir es für sehr unsicher, ob die Vorteile die Gefahren überwiegen, so dass wir deren Eignung als Instrument für den Klimaschutz ablehnen oder zumindest derzeit für sehr fragwürdig halten:

1.) Die Kernenergie - sie wurde bereits auf einer der vorigen Folien eingehend behandelt.

2.) Kohlenstoffsenken: Hierbei handelt es sich um Prozesse, die der Atmosphäre CO2 entziehen. In erster Linie werden dafür Aufforstungsprojekte vorgeschlagen. Wissenschaftlich gilt jedoch noch als sehr unsicher, welche CO2-Menge hierdurch netto gebunden wird. Auch kann nur schwer garantiert werden, wie lange ein angepflanzter Wald stehen bleibt. In jedem Fall handelt es sich bei solchen biologischen Senken nur um vorübergehend wirksame Maßnahmen, da das gebundene CO2 in der Regel früher oder später wieder freigesetzt wird.

3.) CO2-Abscheidung und Lagerung: Mit dieser Technik soll CO2 direkt bei der Verbrennung abgeschieden und anschließend z.B. in stillgelegten Öl- und Gasfeldern endgelagert werden. Die Diskussion hierüber ist - in Deutschland bislang weitgehend unbemerkt - international bereits in vollem Gange. Im Jahr 2005 wird das IPCC einen Sonderbericht zu diesem Thema veröffentlichen. Die zwei Hauptprobleme hierbei sind zum einen die unsichere, je nach Ort auch extrem gefährliche Lagerung, zum anderen die mangelnde Langfristperspektive angesichts der mengenmäßigen Begrenztheit fossiler Energieträger. Im Hinblick darauf stellt sich die Frage, ob Gelder für Forschung und Aufbau von Infrastruktur nicht besser in eine wirklich zukunftsfähige Energieversorgung investiert werden sollten (vgl. Germanwatch-Diskussionspapier zum Thema,  www.germanwatch.org/rio/ccs04.htm).

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zuletzt geändert am 27.5.04 von Gerold Kier