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Vergleicht man
die Verteilung des Energieverbrauchs auf die verschiedenen Energieträger
1971 und 2001, so zeigt sich, dass der Anteil Erneuerbarer Energien in
etwa konstant geblieben ist. Dies ist jedoch nicht etwa das Resultat einer
Stagnation, denn die absolute Menge an produzierter Energie aus Erneuerbaren
ist deutlich gestiegen. Es gibt in diesem Bereich also bereits einen deutlichen
Zuwachstrend, was allerdings auch auf die meisten anderen Energieträger
zutrifft - ein klares Zeichen für den weltweit gewachsenen "Energiehunger".
Ziel im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung und insbesondere des Klimaschutzes
ist es, den Zuwachstrend der Erneuerbaren noch zu steigern - und dadurch
sowie durch Effizienzmaßnahmen die absolute Nutzung der konventionellen
Energieträger schrittweise zu senken und letztlich auf Null zurückzufahren.
Bezüglich der Bilanzierung des Anteils Erneuerbarer Energien sei hier noch auf ein grundsätzliches, methodisches Problem hingewiesen, das auch bei der Interpretation im Hinblick auf den Klimaschutz wichtig ist. In Energiestatistiken wird nämlich üblicherweise die Primärenergie angegeben, d.h. die im Energieträger steckende Energiemenge (im Gegensatz z.B. zur Endenergie, d.h. der dem Benutzer zur Verfügung gestellten Energie; sie ist deutlich geringer, da vor allem auf dem Weg der Energieumwandlung - je nach Effizienzgrad - nutzbare Energie verloren geht). So wird jedoch normalerweise nicht mit den Erneuerbaren Energien verfahren, da bei ihnen, die von Sonne, Wind usw. gespeist werden, ja meist keine "Primärenergie" vorliegt. Hier wird in den Statistiken i.d.R. die Endenergie aufgeführt. Durch Erneuerbare Energieträger erzeugter Strom wird in diesem Fall nach der "Heizwertmethode" bewertet. In Wirklichkeit ist der Beitrag der Erneuerbaren im Vergleich mit fossilen Energieträgern also deutlich höher als in der Grafik dargestellt. Um dies darzustellen, bietet sich die "Substitutionsmethode" an. Dabei wird etwa der Strom aus Erneuerbaren so bewertet, als wäre er in üblichen fossilen Kraftwerken erzeugt worden. Damit wird ihm eine entsprechende Menge Primärenergie zugeordnet, die potentiell notwendig gewesen wäre, um ihn zu herzustellen. Dieser Sachverhalt zur benutzten Methode bei der Bewertung Erneuerbarer ist übrigens auch für das Setzen von Zielen relevant, beispielsweise wenn im Rahmen einer politischen Erklärung das Ziel formuliert wird, der Anteil der Erneuerbaren solle auf einen bestimmten Wert gesteigert werden - hier muss dann explizit dazugesagt werden, auf welcher Berechnungsmethode das Ziel basiert. Dass in der Regel fossile Energieträger über die Primärenergie und Erneuerbare über die Endenergie bilanziert werden, ist jedoch in anderer Hinsicht durchaus sinnvoll. Denn bei fossilen Energieträgern ist es wichtig, den Primärenergieverbrauch zu betrachten, da er die Klimawirksamkeit deutlich besser widerspiegelt als die End- oder Nutzenergie. Bei Erneuerbaren Energieträgern hingegen ist in der Regel nicht die von Sonne, Wind etc. stammende Energiemenge, die ausgenutzt wird, für die statistische Bewertung relevant (sie ist im übrigen auch oft schwer zu bilanzieren), sondern die Endenergie. Denn für den Beitrag der Erneuerbaren zum Klimaschutz ist vor allem relevant, wieviel Endenergie dadurch zur Verfügung gestellt werden kann und damit nicht mehr durch konventionelle Energieträger bereitgestellt werden muss. |
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