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Der Erneuerbaren-Gipfel 2004 - offiziell "Internationale Konferenz für Erneuerbare Energien" oder "Renewables 2004" genannt - hat seinen Ausgangspunkt auf dem UN-Gipfel in Johannesburg 2002. Dort wollte man eigentlich, zehn Jahre nach der großen Konferenz für Umwelt und Entwicklung von Rio de Janeiro, einen großen Schritt vorwärts in Richtung globaler Nachhaltigkeit machen. Die Ergebnisse waren jedoch u.a. für Erneuerbare Energien mehr als kläglich. Grund hierfür war vor allem die Tatsache, dass Beschlüsse im Rahmen der Vereinten Nationen gegen den Widerstand maßgeblicher Akteure unmöglich sind - vor allem die USA blockierten in Johannesburg substantielle Fortschritte. So sieht der dort beschlossene Aktionsplan zwar eine Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien vor, ein festes Ziel wird darin jedoch nicht formuliert. Um aus dieser "Konsensfalle der UNO" auszubrechen, initiierte die EU in Johannesburg die "Initiative gleichgesinnter Staaten" (Johannesburg Renewable Energy Coalition, JREC). Inzwischen haben sich rund 90 Staaten dieser "Koalition der Willigen" angeschlossen, die sich zu ambitionierten Zielen und klaren Zeitplänen bei der Erhöhung des Einsatzes Erneuerbarer Energien bekennt. In diesem Zusammenhang sprach die deutsche Bundesregierung in Johannesburg die Einladung zu einer Konferenz für Erneuerbare Energien aus.

Verantwortlich für die Vorbereitung der Konferenz sind die beiden zuständigen Ministerien, das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Als beratende Gremien wirken ein internationales Steering Committee sowie ein nationaler Begleitkreis, in dem auch Germanwatch vertreten ist. In allen Erdteilen fanden in den vergangenen Monaten Vorbereitungskonferenzen statt.

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zuletzt geändert am 27.5.04 von Gerold Kier