AnfangzurückweiterEnde

>> Index + Download

Die Gastgeber des Erneuerbaren-Gipfels haben als erwünschte Ergebnisse folgende Punkte formuliert, die eng miteinander verknüpft sein sollen:

- eine politische Deklaration, die gemeinsame politische Ziele und eine Vision für eine größere Rolle Erneuerbarer Energien in einem nachhaltigen und effizienteren Energiesystem beschreibt

- ein Internationaler Aktionsplan mit sichtbaren Aktionen und freiwilligen Verpflichtungen/Zielen verschiedener Regierungen und Akteure zum Ausbau der Erneuerbaren Energien

- Politikempfehlungen (Guidance for Good Policy), die zu einer höheren Wirksamkeit und besseren Kohärenz der eingesetzten Politik-Strategien führen sollen

- eine Einigung auf das "Follow-up", also darauf, wie Ziele, Vorhaben und politische Verpflichtungen zum Ausbau regenerativer Energien in Zukunft kontinuierlich überprüft, diskutiert und weiterentwickelt werden können.

Das CURES-Netzwerk - ein internationaler Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationen, die im Bereich Erneuerbare Energien aktiv sind - hat darüber hinaus eine Reihe von weiteren, konkreten Forderungen erhoben. Ein zentraler Punkt ist hierbei, dass der Ausbau Erneuerbarer Energien als ein Weg dienen sollte, den rund zwei Milliarden Menschen, die derzeit keinen Zugang zu sauberer und bezahlbarer Energieversorgung haben, eine Perspektive zu geben. Darüber hinaus sollte auf die Beseitigung geschlechtsspezifischer Verzerrungen bei traditionellen Energiequellen in Entwicklungsländern hingearbeitet werden.

Da Erneuerbare Energien nur dann zu einer zukunftsfähigen Entwicklung beitragen können, wenn die Nutzung nicht nachhaltiger Energieformen heruntergefahren wird, müssen Subventionen für fossile Brennstoffe und Kernenergie stufenweise abgebaut werden. Gleichzeitig werden neue Richtlinien und konkrete Maßnahmen zur Förderung von Erneuerbaren benötigt. Nicht strombasierte Optionen außerhalb der Verbundnetze brauchen zudem mehr Unterstützung.

Schon jetzt sollte ein Berichts- und Überwachungssystem für die Umsetzung der Konferenzbeschlüsse etabliert werden und eine Einigung auf möglichst konkrete Folgeprozesse erfolgen. Einige Nichtregierungsorganisationen, einschließlich Germanwatch und unserem internationalen Partner Worldwatch, haben sich darauf eingerichtet, diese Folgeprozesse mit langem Atem zu begleiten. Denn die Gestaltung einer zukunftsfähigen Energieversorgung ist eine Aufgabe, die noch Jahrzehnte wichtiger Kleinarbeit in Anspruch nehmen wird.

>> weiter
_______________________________


zum SeitenanfangSeitenanfang
Foliensätze
zur GERMANWATCH-StartseiteGERMANWATCH-Startseite
© GERMANWATCHE-Mail an GERMANWATCH
zuletzt geändert am 27.5.04 von Gerold Kier