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Die u.a. mit
dem EU-Emissionshandel zu erreichende Cap in den Zielzeiträumen 2005-2007
und 2008-2012 kann demnach nur ein Zwischenschritt im Klimaschutz-Fahrplan
des 21. Jahrhunderts sein. Dessen Stationen - in Form von bereits eingegangenen
Verpflichtungen sowie von Forderungen und Empfehlungen wichtiger Akteure
- sollen im Folgenden kurz skizziert werden.
1990: Basisjahr für alle hier genannten Ziele, soweit nicht anders angegeben 2000: Ziel der UN-Klimarahmenkonvention: Rückführung der Emissionen von Treibhausgasen (THG) in Industrieländern auf Niveau von 1990 (rechtlich unverbindlich) 2005-07: 1. EU-Emissionshandelsphase (innerhalb der EU verbindlich, keine internationale Verpflichtung) 2008-12: 2. EU-Emissionshandelsphase und 1. Kyoto-Verpflichtungsperiode (THG-Emissionsziele: EU -8%, Industrieländer gesamt -5%) 2020: Ansätze zu THG-Emissionszielen:
Zum Vergleich: Ein Kohlekraftwerk, das heute in Betrieb geht, wird bis Mitte der 2040er Jahre laufen. Die heutigen Planungen für zukünftige Kraftwerke (Inbetriebnahme erst in einigen Jahren!) bestimmen also weit über 2050 hinweg die Möglichkeiten, angemessene Langfristziele im Klimaschutz zu erreichen. Anders ausgedrückt: mit den heute in die konkrete Planungsphase gehenden Kraftwerken muss das Klimaschutzziel für 2050 erreichbar sein, der Grundstein für den Erfolg oder Misserfolg eines solchen Ziels wird folglich bereits mit heutigen Entscheidungen gelegt. Die Alternative, in den kommenden Jahrzehnten im Zuge schärferer Klimaschutzziele Kraftwerke weit vor dem Ende ihrer Betriebsdauer abzuschalten, wäre für die Betreiber und zuletzt auch volkswirtschaftlich äußerst kostenintensiv und somit politisch kaum durchsetzbar. Die Ausgestaltung des EU-Emissionshandels darf sich folglich nicht alleine darauf beschränken, die für 2005-2007 bzw. 2008-2012 gesteckten Ziele zu erreichen, sondern muss von vorneherein auf die Kompatibilität mit den langfristigen Klimaschutzzielen ausgerichtet sein. Jeder langfristige Bestandsschutz für CO2-intensive Energieträger, der nicht mit solchen Zielen vereinbar ist, wäre ein klimapolitisch destruktives Signal. |
| © GERMANWATCH zuletzt geändert am 21.12.03 von Gerold Kier |