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Bundeskanzler Gerhard Schröder hat sich auf dem Johannesburg-Gipfel (2002)  klar zur Realität des globalen Klimawandels und zur Notwendigkeit des Handelns bekannt. In Teilbereichen der Wirtschaft, vor allem in wachsenden Teilen der Versicherungsindustrie, ist die Diskussion zu dem Thema über das bloße Erkennen des Problems schon längst hinaus: hier werden bereits konkrete Berechnungen für die verschiedenen Szenarien angestellt. Ein Beispiel ist diese Grafik der Münchener Rück - des größten Rückversicherers der Welt. Sie zeigt, dass schon eine geringe Zunahme der Jahresmitteltemperatur die Wahrscheinlichkeit einer außergewöhnlichen Hitzeperiode viel stärker erhöht, als man als Laie erwarten würde.

Detailinfo zur Grafik: Die Häufigkeit von Beobachtungswerten (hier: mittlere Sommertemperaturen in Mittelengland) folgt oft der gaußschen Wahrscheinlichkeitsverteilung (Glockenkurve). Verschiebt sich die Kurve als Folge einer Klimaveränderung oder -schwankung nach einer Seite, so erhalten die auf dieser Seite liegenden Werte eine wesentlich höhere Eintritts- bzw. Überschreitungswahrscheinlichkeit. In diesem Beispiel erhöht sich bei einer mittleren Erwärmung um 1,5 °C die Wahrscheinlichkeit einer außergewöhnlichen Hitzeperiode, wie sie England im Jahr 1995 erlebte (dort wurden im Juli und August 1995 die höchsten Temperaturen seit 1659 gemessen), um das 25-fache.

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zuletzt geändert am 7.4.03 von Gerold Kier