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Genau solche
finanziellen Risiken entstehen jedoch durch den globalen Klimawandel -
sowohl direkt als auch indirekt. Direkte Risiken resultieren aus der Möglichkeit
von unmittelbaren Einwirkungen, z.B. wenn eine Fabrik in einer Flussaue
oder in Küstennähe durch Überflutung beschädigt oder
zerstört wird. Bereits in den kommenden Jahren und Jahrzehnten sind
viele tiefgreifende Veränderungen zu befürchten, wie z.B. die
weitere Zunahme von Extrem-Wetterereignissen.
Insgesamt kann man feststellen: die weitere Zunahme von Klimaschäden ist umso wahrscheinlicher und umso intensiver, je geringer unser Erfolg beim Reduzieren des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgasen sein wird. Viele langfristige Investitionsentscheidungen von heute könnten davon bereits betroffen sein. Das Eintreten von katastrophalen Veränderungen kontinentalen Ausmaßes ist zwar erst im Verlauf der kommenden Jahrhunderte zu befürchten, würde aber irreversible Auswirkungen enormen Ausmaßes bedeuten. Hierzu gehört z.B. das Abreißen des Golfstroms (genaugenommen: des Nordatlantikstroms), wodurch - trotz eines Anstiegs der weltweiten Mitteltemperaturen - in Nordost-Europa die Temperatur stark absinken würde. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist zwar relativ gering, fällt aber durchaus in den Bereich des Möglichen. Deutlich wahrscheinlicher - bei starkem Temperaturanstieg sogar praktisch unvermeidlich - ist das Abschmelzen des grönländischen und des westantarktischen Eisschildes im Verlauf der kommenden Jahrhunderte. Der damit einhergehende Meeresspiegelanstieg um mehrere Meter hätte dramatische Folgen. Diese sehr langfristigen Konsequenzen werden für einige Anleger möglicherweise keine Rolle spielen. Das Berücksichtigen der oben erwähnten, relativ kurzfristig zu erwartenden Klimaschäden ist jedoch bereits heute für viele Investitionsentscheidungen im originären Eigeninteresse des Anlegers. |
| © GERMANWATCH zuletzt geändert am 7.4.03 von Gerold Kier |