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Für Geldanlagen in Unternehmen, die einen großen Treibhausgas-Ausstoß haben, besteht ein weiteres - nämlich das regulative - Risiko. Mit jeder Wetterkatastrophe - wie der großen Flut in Mitteleuropa im Jahr 2002 - wächst die Wahrscheinlichkeit weiterer Regulierungen bis hin zu plötzlichen Politikwechseln. (Unternehmen in Weltregionen, die nicht den Weg eines allmählichen Wechsels gehen, müssen bei entsprechendem Leidensdruck der Regierungen um so mehr mit einem plötzlichen Politikwechsel rechnen.)

Für Finanzinstitute ist es deshalb vor einer Anlageentscheidung einerseits relevant, wie hoch der Treibhausgasausstoß des entsprechenden Unternehmens ist. Andererseits ist wichtig, ob es über ein Risikomanagement gegenüber dem regulativen Risiko verfügt. Dieses kann etwa darin bestehen, dass sich das Unternehmen Optionen auf Emissionszertifikate kauft. Oder indem es bei seinen Investitionen einen CO2-Schattenpreis zugrunde legt. Oder indem es zugleich auch in erneuerbare Energieträger oder Energieeffizienztechnologien investiert, also nicht nur zum Verlierer, sondern auch zum Gewinner eines Politikwechsels gehören würde. 

Unternehmen, die über ein hohes Treibhausgas-Risiko ohne entsprechendes Risikomanagement verfügen, stellen für die Investoren ein Risiko dar. Dies würde umso mehr gelten, wenn eine der derzeit geprüften Schadensersatzklagen gegen Unternehmen in den USA oder anderswo Erfolg hätte. Ein besonderes Risiko für solche Klagen besteht gegenüber Unternehmen, die eine aktive Rolle darin spielen bzw. gespielt haben, den wissenschaftlichen Sachstand zum globalen Klimawandel in der Öffentlichkeit zu leugnen.

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zuletzt geändert am 7.4.03 von Gerold Kier