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Noch eklatanter
fällt der Vergleich aus, wenn man die Reisezeit berücksichtigt.
Denn die für das Reisen verwendete Zeit ist und bleibt bei den meisten
Menschen relativ konstant, unabhängig von der Verkehrsmittelwahl.
Zum Beispiel werden die meisten Menschen bei einem Wochenendausflug sicher
nur wenige Stunden Fahrtzeit für die Hin- und Rückfahrt einplanen,
um nicht mehr Zeit für die Fahrt aufzuwenden als ihnen am Reiseziel
zur Verfügung steht. Von Deutschland aus für ein Wochenende nach
London oder Mailand zu fliegen ist in Anbetracht der kurzen Reisezeit mit
dem Flugzeug kein Problem - dank der Zunahme der Billigflieger machen auch
immer mehr Menschen derartige Kurztrips. Angesichts der viel längeren
Fahrtzeit würden nur Wenige auf die Idee kommen, einen solchen Wochenendausflug
mit der Bahn oder dem Auto zu machen. Die Konstanz des Reisezeitbudgets
führt also dazu, dass Menschen immer mehr Reisestrecke zurücklegen,
da ihre Verkehrsmittel im Durchschnitt immer schneller werden. Dieser Effekt
ist praktisch der wichtigste Grund für den Wachstumstrend im Flugverkehr:
würden die Menschen lediglich ihre bisherigen Bahn- und Autofahrten
auf das Flugzeug verlagern, wäre der Anstieg bei weitem nicht so stark.
Beim Vergleich zwischen Bahn, Auto und Flugzeug ist es also fast noch wichtiger,
die Erwärmungswirkung nicht pro Personenkilometer sondern pro Stunde
Reisezeit (also pro "Personenstunde") zu berechnen. Sie ist - hier wieder
am Beispiel Berlin-Bonn - für einen Flug um mehr als das Vierfache
höher als für eine Autofahrt und um mehr als das Zwanzigfache
höher als eine Bahnfahrt (alle Daten berechnet auf Grundlage
der durchschnittlichen Auslastung der jeweiligen Fahrzeuge).
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| © GERMANWATCH zuletzt geändert am 10.4.03 von Gerold Kier |