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Eine Vielzahl
direkter und indirekter Subventionen durch die öffentliche Hand verstärken
den Wachstumstrend im Luftverkehr. Eine indirekte Subventionierung - im
Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln auch eine Marktverzerrung - entsteht
dadurch, dass Kerosin grundsätzlich nicht besteuert und auf internationale
Flugtickets auch keine Mehrwertsteuer gezahlt wird. Direkte Zuschüsse
werden gezahlt an die Flugzeugindustrie, Flugverkehrsgesellschaften, die
einschlägige Forschung sowie an den Bau und die Erweiterung von Flughäfen.
Auch die Subventionierung der Verkehrsinfrastruktur für den Zubringerverkehr
fällt hierunter - gegenüber der Öffentlichkeit wird dies
oft als Maßnahmen zur Förderung des Öffentlichen Personen(nah)-Verkehrs
"getarnt". Beispiele hierfür sind die U-Bahn zwischen der Stadt Nürnberg
und ihrem Flughafen sowie die ICE-Anbindung des Flughafens Köln/Bonn.
Die Subventionierung von Flughäfen selbst ist gängige Praxis,
als besonderes Beispiel möchten wir hier den Flughafen Hahn nennen,
der fast ausschließlich von Ryanair bedient wird, womit ein einzelnes
Unternehmen unmittelbar begünstigt wurde.
Durch all diese Subventionen wird der Flugverkehr künstlich verbilligt, was einen zusätzlichen Konsumanreiz und damit einen starken Wachstumsimpuls schafft. |
| © GERMANWATCH zuletzt geändert am 29.4.03 von Gerold Kier |