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Wenn ein Flug
schon nicht vermieden werden kann, so ist es doch möglich, die dadurch
verursachten Treibhausgas-Emissionen durch die Finanzierung von emissionsmindernden
Maßnahmen an anderer Stelle auszugleichen. Der Fluggast (oder in
seinem Auftrag das Reisebüro oder die Fluglinie) kauft hierfür
entsprechende Zertifikate von einem Dienstleister, der als Vermittler agiert
und für die Seriosität der Maßnahme garantieren muss. Der
Dienstleister finanziert von diesen Einnahmen Projekte, die im Vergleich
zur normalen Entwicklung (also dem "business as usual") eine Einsparung
von Treibhausgasemissionen bewirken, wie z.B. der Austausch von Kohlekraftwerken
durch Anlagen, die regenerative Energien nutzbar machen (Wind, Sonne, Biomasse
etc.). Beispielsweise hat die deutsche Delegation beim Johannesburg-Gipfel
2002 die Emissionen ihrer Flüge mit der Finanzierung eines emissionsmindernden
Projekts in Benoni (Südafrika) ausgeglichen - auf dem Foto ist Umweltminister
Trittin bei der Scheckübergabe zu sehen. Dies sollte zur standardmäßigen
Praxis werden und darf sich nicht auf öffentlichkeitswirksame Einzelfälle
beschränken, wenn es einen nachhaltigen Effekt für den Klimaschutz
haben soll. Und bei diesem System muss selbstverständlich sicher gestellt
werden, dass jede eingesparte Tonne CO2 nur einmal angerechnet werden kann,
dass die Maßnahme nicht auch ohnehin durchgeführt worden wäre
und dass die ausgewählten Projekte seriös sind, d.h. wohldefinierten
Standards genügen. Bereits jetzt gibt es eine Reihe von Dienstleistern,
bei denen man - egal ob Privatperson, Behörde oder Firmenkunde - solche
Zertifikate zum Ausgleich von Emissionen erwerben kann.
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| © GERMANWATCH zuletzt geändert am 29.4.03 von Gerold Kier |