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Unternehmen haben
verschiedene Handlungsmöglichkeiten, um den Klimaschutz im Flugverkehr
voranzubringen. Sieht man einmal von den bereits erwähnten, relativ
begrenzten Spielräumen technischer Effizienzfortschritte ab, so liegen
diese in erster Linie im Bereich der Kompensationsdienstleistungen sowie
der Verlagerung und Vermeidung von Flügen. Für Fluggesellschaften
sollte es zur Regel werden, dass der Ausgleich der Emissionen mit dem Ticket
gebucht wird oder zumindest gebucht werden kann. Denn auch sie werden ihren
Teil der Verantwortung für den Klimaschutz übernehmen müssen,
nachdem praktisch der gesamte restliche Teil der Wirtschaft diesbezüglich
aktiv geworden ist oder durch bereits verabschiedete gesetzliche Auflagen
sehr bald aktiv werden muss. Und hierbei ergeben sich nicht nur Möglichkeiten
zur Übernahme von Verantwortung im Klimaschutz, sondern auch unternehmerische
Chancen. So wird z.B. die Branche der Kompensationsdienstleister ihr Angebot
immer stärker ausdehnen.
Auf der Nachfrageseite sind schließlich praktisch alle Arten von Unternehmen gefragt, die Flugreisetätigkeit ihrer Mitarbeiter neu zu gestalten. Grundlage hierfür ist zunächst einmal, die Flüge im Unternehmen transparent zu erfassen. Eine kritische Prüfung wird sicherlich in vielen Fällen ergeben, dass sich eine große Zahl von Flugreisen durch innovative Technologien wie z.B. Videokonferenzen - oder auch durch viel einfachere Maßnahmen - vermeiden lassen. Weitere Reisen werden sich - auf Kurzstrecken meist mit deutlich effizienterer Nutzung der Reisezeit - mit der Bahn durchführen lassen. Die Emissionen von Flügen, die sich weder vermeiden noch auf andere Verkehrsträger verlagern lassen, sollten schließlich in der zuvor beschriebenen Form ausgeglichen werden. Nicht nur Firmen, sondern auch Behörden und andere Einrichtungen sollten dies zur gängigen Praxis machen, um ihren Teil der Verantwortung zu übernehmen. |
| © GERMANWATCH zuletzt geändert am 29.4.03 von Gerold Kier |