| Gemeinsam mit achtzehn weiteren
deutschen NRO und Campact hat Germanwatch eine Online-Aktion zur Abschaffung
der im Januar wieder eingeführten EU-Exportsubventionen für Milchprodukte
gestartet. Ziel ist, dass die Bundesregierung sich beim nächsten EU-Agrarrat
am 23.-24. März unmissverständlich für einen Stopp der Exportsubventionen
einsetzt. Die Aktion läuft bis zum 19. März.
Wir freuen uns über Ihre Beteiligung unter: Zum Hintergrund: Germanwatch und FIAN haben in den letzten zwei Jahren Untersuchungsreisen über die drohenden Auswirkungen der europäischen Agrar- und Handelspolitik auf das Recht auf Nahrung von Milchbauern in Sambia und Uganda durchgeführt. Beide Länder sind durch Freihandelsabkommen ("Interim-EPAs") gezwungen, ihre Schutzzölle gegenüber 80% EU-Importen ganz abzubauen und gegenüber den restlichen 20% beim jetzigen niedrigen Niveau zu deckeln. Fazit unserer Untersuchungen war: Wenn die EU ihre Milchproduktion und -exporte steigert, werden Uganda und Sambia nicht mehr in der Lage sein, das Recht auf Nahrung ihrer Milchbauern angemessen zu schützen. Mit der im Januar von der EU-Kommission beschlossenen Wiedereinführung der Exportsubventionen auf Milchprodukte ist diese Gefahr noch akuter geworden. Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner hatte ursprünglich zugesagt, dass Entwicklungsländer von den Exportsubventionen verschont blieben. Inzwischen ist jedoch klar, dass lediglich einige Industrieländer sowie Südafrika ausgenommen sind, die übrigen Entwicklungsländer hingegen nicht. Inzwischen ist innerhalb der Bundesregierung eine lebhafte Kontroverse zu dem Thema ausgebrochen. Und auch die Kommission steht unter Druck. Eine klare Ansage der Bundesregierung würde die Chancen zu einer raschen Abschaffung der Exportsubventionen deutlich erhöhen. Bitte beteiligen Sie sich deshalb an der Aktion! Das Online-Formular zum Mitmachen finden Sie unter: |
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