| Ist es ein hoffnungsloses Unterfangen, den treibenden Kräften
hinter dem globalen Klimawandel, diesem menschgemachten Großexperiment
mit Mensch und Natur, tatsächlich das Handwerk zu legen? Kann es gelingen,
die Geldströme in eine klimaverträgliche Richtung zu drängen?
Haben klimaverträgliche Lebensstile eine Chance modern zu werden?
Jede und jeder einzelne kann durch sein politisches Engagement - in
Parteien, in lokalen Initiativen, in Umwelt- und Entwicklungsorganisationen
wie GERMANWATCH - die Erfolgschancen des Klimaschutzes verbessern. Eine
Möglichkeit ist sicherlich, Klima-Kampagnero oder -Kampagnera für
diese Kampagne zu werden! Die Politik wird nur handeln, wenn sie Unterstützung
in der Bevölkerung wahrnimmt. Zugleich kann jede und jeder durch sein
Konsumverhalten und seine Geldanlage Druck hin zu mehr Klimaschutz ausüben.
Aber der Einsatz der vielen einzelnen wird nur dann die notwendigen
Klimaschutz-Ergebnisse erbringen, wenn die Politik den geeigneten Rahmen
setzt. Die UN-Klimarahmenkonvention und das Kioto Protokoll der Vereinten
Nationen sind wichtige Meilensteine einer globalen Lösungsstrategie.
Aber sie sind dennoch nicht mehr als der Einstieg in den Einstieg eines
ernsthaften Klimaschutzes. Jetzt kommt es darauf an, zumindest den auf
dem Papier versprochenen Klimaschutz in der EU, in den Staaten und Kommunen
in Taten umzusetzen. In der EU wird es maßgeblich darauf ankommen,
ob es zum geplanten Emissionshandelssystem ohne große Schlupflöcher
kommt und wie dieses ausgestaltet wird.Der Emissionshandel kann eine wichtige
Rolle dabei spielen, die Kosten für den Klimaschutz niedrig zu halten.
Denn nur wenn es gelingt zu zeigen, dass Klimaschutz mit ökonomischer
und sozialer Entwicklung vereinbar sind, werden sich weltweit die ehrgeizigen
Klimaziele, die notwendig sind, durchsetzen lassen.
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