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Die Klima-AUSBADE-Kampagne stellt sich vor

Schadensfall Klimawandel
 

Wetterextreme und Meeresspiegelanstieg ­ die Risiken des globalen Klimawandels für die Menschen werden immer deutlicher sichtbar. Insbesondere die arme Landbevölkerung in den sogenannten Entwicklungsländern ist extrem verletzlich gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels. Ihre Trinkwasser- und Ernährungssicherung ist stark gefährdet. Es zeigt sich, dass Wetterextreme, wie große Überschwemmungen oder Stürme, ganze Regionen um ein Jahrzehnt oder mehr in ihrer Entwicklung zurückwerfen können.

Wer sind die Verursacher?

Die klimaschädigenden Treibhausgase werden fast ausschließlich in den Industrieländern und den Oasen des Reichtums in Entwicklungsländern freigesetzt. Mit ihrem Wirtschafts- und Lebensstil tragen sie am stärksten zum globalen Klimawandel bei. Während ein US-amerikanischer Bürger ca. 20 Tonnen Kohlendioxid (CO2) im Jahr freisetzt und ein deutscher 10 Tonnen, verursacht ein indischer Bürger nur 1 Tonne CO2 pro Jahr. Die Auswirkungen des Klimawandels sind verheerend für unsere Lebensgrundlagen. Besonders hart trifft dies die Menschen im Süden.

Das "perfekte Verbrechen"?

Wer anderen Schäden zufügt, hat zwei Pflichten. Rechtlich gesehen muss er mit der Schädigung aufhören und für bereits angerichtete Schäden aufkommen. Aber bisher halten wir uns nicht daran. Unseren Pflichten zur Begrenzung und Behebung der Klimaschäden kommen wir nicht nach:

  • Die Emissions-Reduktionsziele sind ungenügend.
  • Die USA als größter Produzent von Treibhausgasen akzeptiert gar keine Reduktionspflichten.
  • Nationales und internationales Recht schützt die Betroffenen bisher nicht.
  • Die Verursacher übernehmen keine Verantwortung für Klimaschäden und verpflichten sich nicht zu einer Wiedergutmachung.
Die Existenz von Millionen von Menschen wird so zum Spielball eines globalen Experiments, dessen Täter bekannt sind, aber (bislang) nicht zur Verantwortung gezogen werden (können). Der globale Klimawandel als "perfektes Verbrechen"?

Verantwortung übernehmen!

Die Verursacher sollen Verantwortung übernehmen! Mit der "Klima-AUSBADE-Kampagne" will Germanwatch darauf hinwirken, dass die Menschen im Süden die schlimmsten Konsequenzen des Klimawandels nicht alleine ausbaden müssen.

Wir machen Druck auf die nationale und ­ gemeinsam mit anderen ­ auf die internationale Politik, damit diese sich den immer drängenderen Fragen stellen muss:

  • Wer kommt für die Schäden auf?
  • Wer bezahlt die notwendigen, oft sehr teuren Anpassungs- und Schutzmaßnahmen in gegenüber Wetterextremen besonders verletzlichen Ländern?
  • Wie kann Verantwortungsübernahme zugunsten der Opfer des globalen Klimawandels aussehen?
  • Welche Schritte sind notwendig, damit die Geschädigten die politische und finanzielle Verantwortungsübernahme der Verursacher erfolgreich einfordern können?
Durch Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen vor Ort und "Lobby"arbeit wollen wir diese zum politisch ernsthaft behandelten Thema machen. In Fachworkshops mit Betroffenen aus Süd und Nord sowie Experten ­ wie Wissenschaftlern oder Versicherern ­ erarbeiten wir Lösungsvorschläge.

Um das Thema "Verantwortung für Klimaopfer" auf die politische Tagesordnung zu setzen, brauchen wir Sie! Unterstützen Sie die Kampagne aktiv durch Ihr Engagement und Ihre Spende.

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zuletzt geändert am 10.6.03