Die britische Botschaft in Berlin kommt nach 4 Wochen zu nachstehender Bilanz über die neue City-Maut in London. Wann wird es in Deutschland Nachahmer geben?
"Am 17. Februar fiel in London der Startschuss für die "Staugebühr" von fünf Pfund (7,5 Euro) pro Tag für Fahrzeuge, die in die Londoner Innenstadt einfahren. Mit dieser Maßnahme will Londons Bürgermeister Ken Livingstone gegen die allgegenwärtigen Verkehrsstaus im Zentrum Londons einschreiten. Die Bilanz nach einem Monat mit der City-Maut ist positiv: die Verkehrsdichte hat abgenommen, die Fahrzeiten sind kürzer geworden, und es kommt Geld in die Stadtkasse, das für Investitionen in die öffentlichen Verkehrsmittel verwendet werden soll.
Die Mautzone umfasst ein Gebiet von ca. 20,5 km2 im Londoner Zentrum. Montags bis freitags (ausgenommen an Feiertagen) muss für Fahrzeuge, die zwischen 7.00 Uhr und 18.30 Uhr in dieses Gebiet einfahren, die City-Maut entrichtet werden. Die Zahlung kann auf täglicher oder wöchentlicher Basis erfolgen und per Telefon, SMS oder Internet sowie in Parkhäusern, an Tankstellen und in Geschäften getätigt werden. Kontrolliert wird das Mautsystem mittels Kameras, die auf den Straßen rund um die Mautzone installiert wurden und mit denen die Kfz-Kennzeichen der einfahrenden Fahrzeuge erfasst werden. Bürgermeister Livingstone geht davon aus, dass die Gebühr jährliche Einnahmen von rund 130 Millionen Pfund bringen wird, aus denen Verbesserungen der öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt (und natürlich die Verwaltung des Mautsystems) finanziert werden sollen.
Alle Zweiräder, Taxis, (...) sowie amtlich registrierte Behinderten-Fahrzeuge sind von der Maut ausgenommen. Das Gleiche gilt für Fahrzeuge mit Gas-, Elektro-, Brennstoffzellen- oder Hybrid-Antrieb. Die Bewohner der Mautzone haben Anspruch auf einen Rabatt von 90%.
Hier nun eine Bilanz der ersten vier Wochen:
Quelle: www.britischebotschaft.de/de/news/items/030320.htm
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