| Climate is business
Der deutsche Kompromiss zum Emissionshandel
geht davon aus, unsere Wettbewerbsfähigkeit vertrage keinen Klimaschutz.
Dabei wurde gerade durch diese Entscheidung eine Chance vertan, mittels
des Emissionshandels die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen
Wirtschaft zu stärken. Es wurde kein Aufbruchsignal zum Umbau eines
Energiesystems gegeben, das uns offensichtlich auf den Weg eines immer
gefährlicheren Großexperimentes mit Mensch und Natur führt.
Angesichts dieser Mutlosigkeit gilt
es jetzt umso mehr, durch ernsthafte Verhandlungen der EU mit dem Kyoto-Zögerer
Russland das Inkrafttreten von Kyoto zu sichern. Ergänzend geht es
um den Aufbau von bilateralen Energiepartnerschaften, die offenkundig machen,
welche ökonomischen Potenziale in einem forcierten Klimaschutzengagement
liegen.
Ein Baustein könnte etwa eine
auf Energieeffizienz konzentrierte Energiepartnerschaft mit China sein.
Dies käme der chinesischen Entwicklung, dem Klimaschutz und unserer
Wirtschaft zu Gute - solange sie Weltmarktführer in Sachen Energieeffizienz
ist. Climate is business, Herr Clement!
Christoph Bals |