| Handeln, handeln, handeln!
"Klimawandel muss zur Chefsache werden",
forderte Germanwatch nach dem kümmerlichen UN-Klimagipfel in Nairobi
2006. Anlässlich der UN-Generalversammlung in New York haben nun mehr
als 80 Staats- und Regierungschefs zum Klimawandel Stellung genommen. Dass
die Zeit für substanzielles Handeln drängt, wurde ebenso betont
wie die zentrale Rolle der UN-Klimaverhandlungen für ein Post-2012-Abkommen.
Kaliforniens Gouverneur Schwarzenegger
sieht, mit Verweis auf die dynamische Klimapolitik seines Staates, etwas
"Revolutionäres, Historisches und Umgestaltendes" heraufziehen. Prägnant
appellierte er an die eine gemeinsame Verantwortung armer und reicher
Nationen: "Handeln, handeln, handeln."
Sogar die USA schwenkten offiziell
auf die Linie ein, dass die UN das richtige Forum seien, um über das
künftige weltweite Vorgehen gegen den Klimawandel zu verhandeln. George
W. Bush hätte sich beim G8-Gipfel sicherlich noch nicht träumen
lassen, dass er sich wenige Tage vor der von ihm initiierten Konferenz
der Großemittenten in Washington derart in der Defensive befinden
würde. Nun werden von den USA konkrete Verhandlungsangebote erwartet.
Bundeskanzlerin Merkel skizzierte
am deutlichsten die Notwendigkeit eines konkreten Fahrplans von den Verhandlungen
in Bali bis zum Abschluss eines neuen Abkommens, das für 2009 anzustreben
sei und zu sich angleichenden Pro-Kopf-Emissionen führen solle.
Dazu heißt es nun: "Verhandeln,
verhandeln, verhandeln."
Sven Harmeling
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