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Kritik an Klima-Gutachten des Bundesfinanzministeriums

In der vergangenen Woche veröffentlichte der Wissenschaftliche Beirat des Bundesfinanzministeriums ein klimapolitisches Gutachten, das zu abenteuerlichen Schlüssen kam: Deutschland und die EU sollen ihre "ambitionierte" Klimapolitik aufgeben. In Ermangelung eines internationalen Abkommens betreiben andere Länder noch weniger Klimapolitik, so die Argumentation. Deshalb verursache eine nationale Klimaschutzpolitik nur volkswirtschaftliche Kosten, Konsumverzicht, Arbeitsplatzverluste, Wachstumseinbußen und wachsende Ungleichheit in der Gesellschaft. Konsequenz: Deutschland solle lieber Geld für die Anpassung an den Klimawandel ausgeben. Das verursache zwar auch Kosten, verschaffe aber anderen keine Wettbewerbsvorteile.

Gegen diese Form von zynischer, verantwortungsloser und als Wissenschaft deklarierter Meinungsmache wendet sich die Klima-Allianz sowie das Forum Umwelt und Entwicklung - beide Organisationen vertreten mehr als 100 Organisationen, darunter auch Germanwatch. Sie fordern die Bundesregierung auf, sich von dem Gutachten und seinem Inhalt zu distanzieren: "Es wird Zeit, dass Finanzminister Schäuble die eklatanten wissenschaftlichen Mängel seines 'Wissenschaftlichen Beirats' behebt. Nur eine grundlegende Reform ist geeignet, dessen Glaubwürdigkeit wiederherzustellen."

>> Vollständige Stellungnahme [PDF, 190 KB]
 


zuletzt geändert am 18.3.10