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Energie für Europa aus der Sahara – Chance für Entwicklung in Afrika?

Beitrag von Christoph Bals (Germanwatch) zur 13. Eine-Welt-Landeskonferenz NRW, Münster 7.3.09

Um den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion in Europa deutlich zu steigern - bis Mitte des Jahrhunderts auf 100 Prozent - stehen zwei Ansätze gegenüber. Einer setzt auf dezentrale Stromerzeugung in den europäischen Regionen. Der andere auf großflächige Stromerzeugung dort und im Umfeld von Europa, wo die großen, kostengünstigen Potenziale sind. Für beide ist die Modernisierung der Stromnetze eine zwingende Voraussetzung: Im ersten Fall in Richtung eines intelligenten Stromnetzes ("Smart Grid"), das die regionale Verteilung von Erneuerbaren-Strom sowie die automatische Steuerung von Strom verbrauchenden Einrichtungen leistet, im zweiten in Richtung eines überregionalen Fernleitungsnetzes ("Super Grid"), das Erneuerbaren-Strom z.B. aus Nordafrika nach Europa transportiert.

Diese Ansätze wurden auf einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Eine-Welt-Landeskonferenz am 7. März 2009 in Münster diskutiert. In seinem Redebeitrag erläutert Christoph Bals seine Einschätzung, warum die klimapolitisch notwendige hundertprozentige Versorgung Europas mit Erneuerbarem Strom bis Mitte des Jahrhunderts nur realisierbar ist, wenn die Stärken beider Ansätze in einem "SuperSmart Grid" kombiniert werden, anstatt ausschließlich eine der beiden Strategien zu verfolgen.

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zuletzt geändert am 11.3.09