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Sind ambitionierte Klimaschutzziele weltweit ohne CCS realisierbar?

Manfred Treber und Christoph Bals, März 2009

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Zusammenfassung

Die aktuell sehr starke weltweite Dynamik des Ausbaus der Kohlenutzung stellt alle ernsthaften Klimaschutzziele in Frage. Sie wird aber, wenn das Ausmaß der Weltwirtschaftskrise begrenzt werden kann, nicht innerhalb von wenigen Jahren gestoppt werden können, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Umsetzung der notwendigen globalen  Klimaschutzziele ohne CO2-Abscheidung und -Lagerung (CCS) ist deshalb gegenwärtig wenig plausibel. CCS ist derzeit noch eine spekulative Technologie: erst nach der Erfahrung mit CCS-Demonstrationsanlagen kann entschieden werden, ob sie wie erhofft zum Erreichen der Klimaziele beitragen wird. Es gilt nun, große Anstrengungen zu unternehmen, diese Technik einschließlich einer ausreichend sicheren Lagerung im industriellen Maßstab zu erproben.  Ohne CCS, das heißt auch, bevor dieser Nachweis der technischen Durchführbarkeit erbracht ist, sollten weitere Kohlekraftwerke keine Betriebsgenehmigung mehr erhalten. Für alle Kraftwerke, die nicht älter als zwölf Jahre sind, sollte eine Nachrüstung verbindlich sein, die Laufzeit älterer Kraftwerke aber sollte deutlich begrenzt werden.

erschienen in: ifo Schnelldienst 3/2009


zuletzt geändert am 4.3.09