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MAI goes Underground - we rout it out

Auslandsinvestitionen und Nachhaltige Entwicklung

19./20. Juni 1998
Tagung in der Deutschen Landjugendakademie Fredeburg, Bonn-Röttgen
Mit freundlicher Unterstützung der Europäischen Kommission, DG I
 
 
 

Die OECD-Ministerkonferenz hat am 27.4. in Paris eine Vertagung des Multilateralen Investitionaabkommens (MAI) beschlossen. Erst im Oktober wird offiziell weiterverhandelt. Aber: Staatssekretär Schomerus vom BMWi wird Verhandlungsleiter für den Holländer Engering. Das zeigt, daß die Bundesregierung weiter-hin das MAI nach Kräften fördert. Bis Oktober wird bilateral und im geheimen verhandelt mit dem Ziel, ein abgespecktes MAI im Oktober zu verabschieden. Das wäre auch nicht besser als der derzeitige Entwurf, denn zu vielen kritischen Punkten wie Streitschlichtung, „Stand still" und „Roll back" herrscht Einigkeit zwischen den Regierungen. Aber wie auch immer es weitergeht, als MAI bei der OECD oder MIA bei der WTO, wir müssen uns darüber klar werden, was die Alternativen sind, die wir anstreben. Aufbauend auf Erfahrungen mit verschiedenen Ansätzen der Investitionsregulation soll über Instrumente und Institutio-nen der Investitionssteuerung diskutiert werden und eine Strategie für das weitere Vorgehen der NRO auf internationaler Ebene entwickelt werden. Dazu soll dieses Seminar dienen.

Programm:

Freitag, den 19. Juni:
 
17.00 Uhr
    Begrüßung , Jens Martens, WEED 
17.15 Uhr 
    Grundsatzreferat: Vom Code of Conduct zum MAI - Zur Geschichte der Regulierung von Auslandsinvesen Michael Windfuhr, GERMANWATCH 
19.00 Uhr
    Abendessen 
20.00 Uhr 
    Ergebnisse internationaler Treffen zum Multilateralen Investitionsabkommen Peter Wahl, WEED 

Samstag, den 20. Juni:
 
9.30 Uhr 
    Soziale Mindeststandards und Investitionen - Wie erreicht man Verbindlichkeit? DGB, angefragt 
10.00 Uhr
    Verankerung von Umweltstandards in internationalen Verträgen Dr. Dellbrück, BMU 
10.30Uhr Wie können negative Folgen privatwirtschaftlicher Investitionen minimiert werden? Bestandsaufnahme 
von Möglichkeiten und Erfahrungsaustausch über NGO-Aktivitäten: 
    1. Code of Conduct für TNCs Dr. Friederike Pentzlin 
    2. Produktbezogene Codes of Conduct Clean Clothes Campaign, angefragt 
    3. Regulation von Finanzmärkten und IWF Rainer Falk, WEED 
    4. Freiwillige Selbstverpflichtungen der Wirtschaft a) Dialog mit der Wirtschaft (Investitions-steuerung durch Ökosteuern oder andere Instrumente) Karl Ludwig Brockmann, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung b) aus Sicht der Wirtschaft Nike, angefragt 
13.00 Uhr 
    Mittagspause 
14.00 Uhr Next Steps: 
    1. Regulierungsmöglichkeiten multinationaler Unternehmen durch Politik und Einflußmöglichkeiten von NGOs Christoph Dörrenbecher, FAST e.V.
    2. Entwicklungspolitisch notwendige Investitionssteuerungsinstrumente für ein multilaterales Abkommen Prof. Dr. Uwe Holtz, angefragt 
    3. IAM: Entwurf/Eckpunkte eines „International Agreement on Multinationals" Dr. Rainer Engels 
17.00 Uhr
    Veranstaltungsende 

 


zuletzt geändert am  1.1.03