Arbeitnehmerrechte unter den Rädern der Globalisierung
Entlassene Arbeitnehmer protestieren gegen unrechtmäßige Werksschließung eines mexikanischen Tochterunternehmens von Continental
Berlin, 20. Mai 2003, 20 Uhr
Veranstalter: Germanwatch e.V., FIAN Berlin und Heinrich-Böll-Stiftung
| Anmeldung
Eine vorherige Anmeldung ist nicht
erforderlich. Der Eintritt ist frei.
Ort Heinrich-Böll-Stiftung, Aufgang 1, Galerie (5. OG) Adresse:
Kontakt und weitere Infos
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Auf dem Podium:
Jesús Torres Nuño (Mexiko), Generalsekretär der Gewerkschaft SNRTE Enrique Gomez Delgado (Mexiko), Politischer Berater der Gewerkschaft Cornelia Heydenreich, Germanwatch Moderation: Anne Huffschmid,
freie Journalistin
Arbeitnehmerrechte in Lateinamerika contra Interessen eines multinationalen Unternehmens: Im Dezember 2001 schloss der deutsche Reifenhersteller Continental nach längeren Auseinandersetzungen mit der Gewerkschaft die Werkstore eines Tochterunternehmens in Guadalajara / Mexiko und entließ über 1.000 Mitarbeiter. Form und Inhalt der Betriebsschließung verstoßen nach Ansicht von Juristen gegen mexikanisches Recht. Eine Beschwerde wegen Verletzung der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen wurde im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) vorgebracht, aber noch nicht entschieden. Die in der Gewerkschaft SNTRE zusammengeschlossenen Arbeiter wehren sich seit eineinhalb Jahren gegen die unrechtmäßige Betriebsschließung. Sie haben einen Streik ausgerufen, blockieren die Werkstore, damit die Maschinen nicht abtransportiert werden und versuchen auf juristischer Ebene ihre Rechte durchzusetzen. Im Mai sind Vertreter der Gewerkschaft in Deutschland unterwegs, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen und direkt mit Continental über eine Lösung des Falles zu verhandeln. Die Nichtregierungsorganisationen FIAN und Germanwatch sowie die Heinrich-Böll-Stiftung unterstützen die Gewerkschafter dabei, die Werksschließung in Deutschland publik zu machen und eine Lösung des Konfliktes herbeizuführen. |