Gemeinsame Pressemitteilung
von Germanwatch und FIAN
Herne/Berlin, 30.05.2003 Zum Ende ihres Deutschlandbesuchs ziehen die Gewerkschafter vom mexikanischen Euzkadi-Werk eine erfolgreiche Bilanz. "Wir haben hier erreicht, was in Mexiko seit einem halben Jahr nicht gelungen war: Das Unternehmen hat sich öffentlich bereit erklärt, sich wieder mit uns an den Verhandlungstisch zu setzen", sagt Jesus Torres Nuño, Generalsekretär der Euzkadi-Gewerkschaft. Am vergangenen Montag hat die mexikanische Delegation einen Verhandlungsvorschlag dem Konzern übergeben. Unternehmenssprecher haben für kommende Woche eine Antwort auf diesen Vorschlag angekündigt.
"Wir betrachten es als großen Fortschritt, dass das Bundeswirtschaftsministerium das Unternehmen und die Gewerkschaft zu einem offenen Gespräch eingeladen hat und der mexikanische Botschafter in Berlin sich an diesem Dialog beteiligt hat", betont Cornelia Heydenreich von Germanwatch.
Gegenstand des Gesprächs war die gegen das Unternehmen anhängige Beschwerde wegen Verletzung der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen.
"Die große öffentliche
Resonanz hat uns überrascht", freut sich Martin Wolpold-Bosien von
FIAN. "Im Fall Euzkadi bricht Continental mit einem gesellschftlichen Konsens,
nach dem kein deutsches Unternehmen im Ausland gegen dort geltendes Recht
verstoßen darf". Das Unternehmen weigert sich, zu dem von FIAN in
Auftrag gegebenen Rechtsgutachten eine Stellungnahme zu erarbeiten. "Offenbar
haben sie dem Gutachten nichts entgegensetzen", schließt Wolpold-Bosien.
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