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Meldungen
Tippen für die Food Box
Die Fußball-Europameisterschaft
steht kurz bevor. Unser Vorschlag, diese Zeit noch ein bißchen spannender
zu gestalten: Gründen Sie zusammen mit Freunden und Bekannten eine
Tippgemeinschaft, in der dann der Einsatz je nach Ergebnis der Spiele verteilt
wird: entweder an die Gemeinschaftskasse oder an GERMANWATCH oder je zur
Hälfte an beide. Das "ertippte" Geld hat die Tippgemeinschaft dann
zur Erfüllung gemeinsamer Wünsche zur Verfügung, das Geld
für GERMANWATCH hilft dabei, die Postkartenaktion "Gelbe Karte für
Lamy" zu finanzieren. Und so sieht das Tipp-Modell aus: Für jedes
Fußballspiel gibt jedes Tippgemeinschaftsmitglied einen Einsatz von
z.B. DM 2,00 und einen Tipp, wie das Spiel ausgehen wird. Fällt das
Ergebnis genauso aus wie getippt, wandert der gesamte Einsatz in die Gemeinschaftskasse.
Fällt das Ergebnis von der Tendenz her aus wie getippt, die Toranzahl
ist aber anders, wird der Einsatz auf beide Kassen aufgeteilt. Der komplette
Einsatz kommt der Spenden-Kasse GERMAN-WATCH zugute, wenn das Ergebnis
entgegen dem Tipp in Tendenz und Ergebnis ausfällt. Viel Spaß
beim tippen und Fußballspielen, pardon -gucken!
Martina Schaub
Das Biosafety-Protokoll - Kurz und Bündig
Die 1992 unterzeichnete UN-Konvention
über biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD)
wurde bereits von 174 Staaten ratifiziert. Sie erkennt die souveränen
Rechte der Staaten über ihre biologischen und genetischen Ressourcen
an. Die Konvention fordert für die traditionelle Anwendung biologischer
Ressourcen und Wissenssysteme den Schutz und die Einhaltung der Rechte
der bäuerlichen Gemeinden und indigenen Völker. Anfang 2000 wurde
in Montreal von den Unterzeichnern dieser Konvention ein Zusatzprotokoll
über die biologische Sicherheit (Biosafety-Protocol) als Anhang zur
CBD angenommen. Darin werden internationale Regeln für den Umgang
mit genetisch veränderten Organismen (GMO) aufgestellt. Dieses nach
seinem Verhandlungsort benannte "Cartagena-Protokoll" wird den Unterzeichnern
erlauben, Importe von genetisch veränderten Sorten oder Agrarprodukten
zu verhindern, ohne daß sie den wissenschaftlichen Nachweis über
deren schädigende Wirkung erbringen müssen.
Martina Schaub
Grenzenloser Freihandel der EU mit Mexiko
jetzt möglich
Am 23. März hat die EU ein Freihandelsabkommen
mit Mexiko abgeschlossen - das bisher weitestgehende, das die EU je unterzeichnet
hat. Zehn Jahre nach Inkrafttreten sollen 95% des Handels zwischen den
beiden Partnern liberalisiert werden, bis 2003 wird Mexiko 52% seines Industriesektors
öffnen und bis 2007 100%. Die EU öffnet sich Mexiko - mit Ausnahme
des Landwirtschaftssektors - vollständig. Der Vertrag beinhaltet außerdem
alle Elemente, die die EU in Seattle bei den WTO-Verhandlungen gern auf
der Tagesordnung gehabt hätte. Gewerkschaften und NRO befürchten
als Folge des Abkommens die Verstärkung von sozialer Polarisierung
und Ausgrenzung von Teilen der Bevölkerung. Z.B. sind die stark angestiegenen
Exportzuwächse Mexikos in den letzten 7 Jahren hauptsächlich
auf die Produktion in den sog. Maquila-Zonen zurückzuführen,
v.a. in den Veredelungsindustrien, die zumeist in der Hand ausländischer
Unternehmen sind. Hier wird zu Billiglöhnen hauptsächlich von
Frauen produziert - steuer- und zollfrei. Es ist nun zu befürchten,
daß europäische Konzerne diese "günstigen" Produktionsbedingungen
verstärkt nutzen, zum weiteren Nachteil von Arbeitnehmerrechten und
Umweltschutzauflagen, und daß subventionierte Billigimporte aus der
EU die mexikanische Landwirtschaft und Industrie schädigen. Bereits
heute werden von den zehn wichtigsten Exportprodukten Mexikos in die EU
sieben von europäischen Unternehmen in Mexiko hergestellt.
Martina Schaub
Globales Forum zur Agrarforschung
Am 21.-23. Mai findet in Dresden erstmals
das Globale Forum zur internationalen Agrarforschung (GFAR) statt. Die
GFAR ist ein sehr breiter Zusammenschluß vieler relevanter Akteure
(auch NRO) mit dem Ziel, die von der Agrarforschung Betroffenen wesentlich
stärker als in der Grünen Revolution der 70er Jahre am Verlauf
der Forschung und der Implementierung ihrer Ergebnisse zu beteiligen. Ein
Tagungsschwerpunkt liegt auf der Diskussion des Einsatzes gentechnisch
veränderter Pflanzen und der kommerziellen Lebens-bzw. Saatgutpatentierung.
Es sind vielfältige NRO-Aktivitäten geplant; Koordinierung: S.Guha,
Tel. 0228/9480670.
Peter Manstein
zuletzt geändert
am 25.05.2000