| Liebe Leserin, lieber Leser,
Wer anderen Menschen – in diesem
Fall durch den Ausstoß von Treibhausgasen – Schaden zufügt,
der hat zwei Pflichten: Erstens muss er sofort aufhören, die Probleme
zu erzeugen. Zweitens hat er Schadensersatz zu leisten.Dies ist die zentrale
Aussage der Klima-AUSBADE-Kampagne von GERMANWATCH. In den nächsten
Monaten geben wir vier GERMANWATCH-Zeitungen heraus, die dieses Thema umkreisen.
In der Ihnen vorliegenden Ausgabe
steht die Pflicht zur Verringerung von Treibhausgasen im Vordergrund. Es
kann nicht sein, dass mit Hilfe westlicher Konzerne auf einer philippinischen
Insel der Einstieg in den klimafeindlichsten Energieträger, die Kohle,
geplant wird, wenn es kostengünstige und klimaverträgliche Alternativen
gibt. GERMANWATCH gehört zu den lokalen und internationalen Initiativen,
die eine umwelt- und sozialverträgliche Alternative auf die Beine
stellen wollen.
Angesichts der schnell ansteigenden
Zahl der Klimaopfer und -schäden steht die für die Kampagne zentrale
Frage “Wer haftet für die Klimaschäden?” im Zentrum der zweiten
Zeitung. Die dritte Kampagnen-Zeitung diskutiert die zunehmenden Risiken
des globalen Klimawandels für die Ernährungslage und Trinkwassersituation
in wichtigen Teilen dieser Erde – allen voran in Afrika. In der vierten
Zeitung schließlich gehen wir der Frage nach, ob und inwieweit die
Finanzmärkte nach dem hoffentlich bis dann gesicherten Inkrafttreten
des Kyoto-Protokolls die Klima- und Kohlenstoffrisiken bei ihren Investitionen
stärker als bisher berücksichtigen werden.
Es geht nicht, dass sich die Verantwortlichen
des menschgemachten Klimawandels im Norden und in den reichen Inseln des
Südens ihrer Verantwortung entziehen. Wer die Menschheit zum Spielball
eines globalen Experiments macht, muss auch für die Konsequenzen gerade
stehen. Um die Unabhängigkeit und Schlagkraft der Kampagne zu unterstützen,
brauchen wir Ihr Engagement und Ihre finanzielle Unterstützung. Werden
Sie zur Klima-Kampagnera oder zum Klima-Kampagnero!
Herzlichst
Christoph Bals |