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> Nr. 1/03
Dumping
Dumping liegt dann vor, wenn Waren eines
Landes unterhalb ihrer Produktionskosten auf den Markt gebracht werden.
Die Produktion eines Doppelzentners Weizen kostet z.B. in Baden-Württemberg
16,64 Euro. Verkauft wird der Weizen aber auf dem Binnenmarkt für
11,73 €, auf dem Weltmarkt für 13,70 €. Bei Rindfleisch
liegen die Vollkosten bei 3,56 €/kg, der Verkaufspreis auf dem Binnenmarkt
liegt bei 2,62 € und auf dem Weltmarkt bei 2,05 €. Zusammen mit
der Marktmacht der Handelsketten, die den Preis zum Teil noch weiter herunter
drücken, hat dies Auswirkungen auf dem europäischen Markt, wo
diese Billigpreise vor allem für kleinere Betriebe - trotz massiver
Unterstützung durch die EU - kaum zu einem ausreichenden Einkommen
führen (die europäischen Landwirte arbeiten zu Entlohnungen weit
unter vergleichbaren gewerblichen Löhnen). Damit werden aber vor allem
auch die Preise der lokalen Anbieter auf den Märkten der Entwicklungsländer
unterboten. Dumping wird praktiziert, wenn ein Land es sich leisten kann,
mit staatlicher Hilfe Überschüsse zu produzieren und zu exportieren.
Motive hierfür können sein:
-
den eigenen Landwirten garantierte Preise
zu bieten
-
den eigenen Landwirten bei fallenden
Preisen zumindest ein ausreichendes Einkommen zu garantieren
-
Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt
zu erreichen.
zuletzt geändert
am 5.5.03