Grafik: verändert nach IPCC
2001
Jüngstes Beispiel: Die Überschwemmungen nach den heftigen Regengüssen im ost-afrikanischen Kenia haben dramatische Ausmaße erreicht. Heftige Regengüsse sind während der Regenzeit nicht ungewöhnlich. Seit zwei Wochen aber regnet es diesmal pausenlos
„Wir haben sehr viele Berichte über Ertrunkene, aber können sie nicht alle bestätigen, solange deren Körper nicht gefunden werden”, erklärt der Sprecher des nationalen Katastrophenkomitees.
Niemand kann mit Sicherheit sagen, dass gerade diese Wetterkatastrophe durch den globalen Klimawandel ausgelöst wird. Aber der Beitrag des menschgemachten globalen Klimawandels an der schnell wachsenden Zahl der Umweltflüchtlinge wird immer deutlicher.
Ganze Regionen werden in ihrer Entwicklung um Jahre zurückgeworfen. Die Landbevölkerung in Entwicklungsländern, die selber kaum Treibhausgase freisetzt, ist von veränderten Wettermustern und einer Zunahme an Überflutungen, Dürren und Stürmen existentiell betroffen. Auch in Kenia ist jetzt bereits ein großer Teil der Ernte vernichtet.
Genau hier setzt die Klima-AUSBADE-Kampagne an, die GERMANWATCH am 31. Mai in Berlin startet. Wer anderen - in diesem Fall durch den Ausstoß von Treibhausgasen - Schäden zufügt, hat zweierlei Pflichten. Erstens, seinen Treibhausgasausstoß zu verringern. Und zweitens, die potentiellen Opfer bei der Anpassung an den globalen Klimawandel zu unterstützen sowie Schäden zu kompensieren. Wir fordern, dass die Verursacher im Norden und in den Reichtumsinseln des Südens ihrer Verantwortung als Treibhaustäter gerecht werden; dass sie als erwachsene Menschen die Verantwortung für die Konsequenzen ihrer Lebens- und Wirtschaftsweise übernehmen. Mit möglichst vielen Partnern wollen wir einen Suchprozess initiieren, wie Strukturen der Verantwortungsübernahme aussehen können. Dies ist eine Konsequenz der nicht geleisteten Hausaufgaben von Rio.
Christoph Bals
GERMANWATCH
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„Es rächt sich jetzt, dass wir uns in Rio mit Kontrolle und Einklagbarkeit der Abkommen kaum beschäftigt haben. [...] Wichtig wäre [...] eine Rahmenkonvention für Umwelthaftung. Haftung ist das entscheidende ökonomische Instrument, Verpflichtungen einzufordern.“ Klaus Töpfer, Generaldirektor
UNEP
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