| Seit rund zehn Jahren setzt sich
Germanwatch gegenüber Politik und Wirtschaft für wirkungsvollen
Klimaschutz ein. Der Flugverkehr ist hier ein besonderer Schwerpunkt: Denn
diese klimaschädlichste Form des Reisens wächst weltweit sehr
schnell. Die durch das erwartete Wachstum des Flugverkehrs zwischen 1990
und 2012 erzeugte zusätzliche Erwärmungswirkung ist enorm. Sie
liegt in der Größenordnung der Klimawirkung, die durch ein tatsächlich
in Kraft getretenes und voll funktionierendes Kyoto-Protokoll verringert
wird. Die acht Prozent der Menschheit, die jemals im Flugzeug gesessen
haben, erzeugen alleine durch ihr Flugverhalten etwa fünf bis zwölf
Prozent der weltweiten Erwärmungswirkung.
Germanwatch setzt sich deshalb massiv für eine internationale und europäische klimapolitische Rahmensetzung für den Flugverkehr ein (Emissionsabgabe, Kerosinsteuer, Einbezug in den Emissionshandel). Zusätzlich aber wollen wir den Einzelnen auf bereits jetzt bestehende Handlungsmöglichkeiten hinweisen: erstens Flüge - etwa durch Telefon- und Videokonferenzen - zu ersetzen; zweitens Flüge auf weniger klimaschädliche Verkehrsträger zu verlagern; und drittens hat Germanwatch gemeinsam mit Partnern einen Integritätsstandard sowie ein Angebot entwickelt, die Menge der klimarelevanten Flugemissionen an anderer Stelle wieder einzusparen: atmosfair. Denn nicht jeder kann oder will auf einen Flug verzichten - auch wenn er weiß, dass diese Art des Reisens das Klima stärker belastet als jedes andere Transportmittel. Wer nach San Francisco reisen will, kann theoretisch auch mit dem Schiff fahren. Doch tatsächlich existiert diese Möglichkeit für fast niemanden - schon aus Zeitgründen. Die Alternativen heißen deshalb: Zu Hause bleiben, ein anderes Reiseziel wählen oder fliegen. Für Menschen, denen die Klimafolgen ihres Fliegens nicht egal sind, gibt es jetzt das Angebot "atmosfair". Mithilfe eines Emissionsrechners lässt sich feststellen, wie viel Klimagase Ihre Reise verursacht. Dafür zahlt der atmosfair-Kunde so viel, dass damit die Menge klimaschädlicher Gase an anderer Stelle vermieden werden kann, die eine vergleichbare Klimawirkung haben wie die Emissionen aus dem Flugzeug. Atmosfair ist eine gemeinsame Initiative von Germanwatch und dem forum anders reisen, gefördert vom Bundesumweltministerium unter der Schirmherrschaft von u.a. Klaus Töpfer und Jürgen Trittin. Atmosfair hat eine Reihe von Standards aufgebaut, um sicherzustellen, dass Ihr Geld nur für ausgewählte hochwertige Klimaschutzprojekte ("Gold Standard") verwendet wird und dort sicher ankommt. Zwar lässt sich der Schaden, der für das Klima durch einen Flug entsteht, nicht ungeschehen machen - genauso wenig wie eine Plombe einen gesunden Zahn heilen kann. Wie der Zahnarzt für's Zähneputzen, so wirbt auch atmosfair immer für die beste Lösung: Flüge zu vermeiden oder auf andere Verkehrsträger zu verlagern. Doch in beiden Fällen ist als zweitbeste Lösung ein Reparaturversuch ohne Zweifel besser als die Hoffnung, durch Aussitzen werde sich das Problem schon irgendwie von selbst lösen. Neugierig geworden? Unter www.atmosfair.de
finden Sie ausführliche Informationen und können für Ihren
Flug ein atmosfair-Zertifikat buchen.
Studien und weitere Veröffentlichungen, in denen atmosfair mit anderen Anbietern verglichen wird, finden Sie unter:
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