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Sehr geehrter Herr Dr. Rogowski,
vor drei Jahren hat sich die deutsche Industrie verpflichtet, bis 2010 pro Jahr 45 Millionen Tonnen Kohlendioxid weniger auszustoßen. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Erfüllung der internationalen Klimaschutzverpflichtungen Deutschlands.
Der Emissionshandel ist ein marktwirtschaftliches Instrument, dieses Ziel so kostengünstig wie möglich zu erreichen. Vom BDI wurde es seit Jahren gefordert. Nun versuchen Sie alles, dessen verantwortungsbewusste Ausgestaltung zu verhindern. Statt Ihre Selbstverpflichtung zu erfüllen, wollen Sie steigende Emissionen durchsetzen. Jeder soll weiterhin so viele Treibhausgase in die Luft blasen können, wie er will. Ihre Forderungen sind innovationsfeindlich und beschleunigen den Klimawandel.
Sie wollen Ihre Klimaschutzverpflichtungen auf die Bürgerinnen und Bürger abwälzen. Oder wollen Sie, dass sich Deutschland aus seinen internationalen Klimaschutzverpflichtungen verabschiedet? Ein anspruchsvoll strukturierter Emissionshandel gehört mit der Ökosteuer, dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und der Förderung der Kraft- Wärme-Kopplung in den Instrumentenmix zum Klimaschutz.
Für Ihre Politik werden Sie in Deutschland keine Unterstützung finden. Lenken Sie ein und kehren Sie in den Kreis derer zurück, die ein zukunftsfähiges Land gestalten wollen!
Bundesverband Erneuerbare Energien
(BEE)
Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung
BUND
Forum Umwelt & Entwicklung
WWF
Greenpeace
NABU
Robin Wood
Germanwatch
Dieser offene Brief erschien am
1.3.2004 in der Süddeutschen Zeitung