Startseite  >  Welthandel  >  EU-Agrarpolitik

 
Tagung

Entwicklungspolitik und Entwicklungsländer im Spannungsfeld zur EU-Agrarpolitik

München, Samstag, 15. Mai 2004, 10.30 - 17.30 Uhr

Veranstalter:


Nahrung ist die Grundlage allen Lebens und ein fundamentales Menschenrecht. Obwohl - statistisch gesehen - genügend Nahrungsmittel zur Verfügung stehen, haben fast eine Milliarde Menschen keinen gesicherten Zugang zu ausreichender Ernährung. Hunger und Unterernährung sind dabei auch Folge von globalen und lokalen Ungerechtigkeiten. Während die bäuerliche Landwirtschaft in Entwicklungsländern ohne staatliche Förderung auskommen muss, subventioniert die EU ihre industrielle Landwirtschaft noch immer mit Milliardenbeträgen. Dieses Verhalten widerspricht nicht nur eklatant allen Bekenntnissen zur Liberalisierung des Welthandels, sondern drückt die Preise auf dem Weltmarkt. Aufgrund von Agrarexporten zu Dumpingpreisen aus der EU lohnt sich die Produktion von Nahrungsmitteln in vielen Entwicklungsländern nicht mehr. Millionen von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen geraten wegen der niedrigen Preise für ihre Produkte in Armut. Eine globale Agrarwende zur weltweiten Sicherung von Ernährung ist dringend erforderlich. Mit dieser Tagung wurden im Dialog der verschiedenen beteiligten Gruppen Hintergründe aufgezeigt, Probleme dargelegt und Perspektiven entwickelt.
 

Konferenzort

EineWeltHaus
Schwanthalerstr. 80
80336 München
 

Weitere Informationen


Die Referenten und Organisatoren der Tagung
V.l.n.r.: Heike Winkler (Germanwatch Regionalgruppe Münchner Raum), Marita Wiggerthale (Germanwatch), Angelika Schaffrath-Rosario (FIAN München), Dr. Christoph Kohlmeyer (BMZ), Dr. Martin Runge MdL, Hans Büttner MdB, Dr. Alexander Fonari (Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. / Germanwatch Regionalgruppe Münchner Raum), Michael Jörger (Europäische Akademie Bayern e.V.)
 


Podiumsdiskussion
V.l.n.r.: Dr. Martin Runge MdL, Dr. Christoph Kohlmeyer, Hans Büttner MdB, Michael Jörger
 

Programm
 
Marita Wiggerthale (Germanwatch)
Europ. Agrarpolitik: Subventionskarussell ohne Ende? Der europäische Agrarmarkt - und das Kohärenzgebot zur Europäischen Entwicklungspolitik
Maria Heubuch (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft)
Interessen der deutschen Landwirtschaft und Agrarinteressen von Entwicklungsländern - 
(k)ein unversöhnlicher Gegensatz?
Elsbeth Seiltz (UNSER LAND)
Das Netzwerk UNSER LAND
Dr. Christoph Kohlmeyer (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)
Marktöffnung für Entwicklungsländer: Möglichkeiten und Grenzen
Hans Büttner MdB (SPD)
Forderungen an eine kohärente 'Gemeinsame Agrarpolitik' gegenüber Entwicklungsländern
Dr. Martin Runge MdL (Grüne)
Forderungen an eine kohärente 'Gemeinsame Agrarpolitik' gegenüber Entwicklungsländern
Moderation: Michael Jörger, Europäische Akademie Bayern e.V.


zuletzt geändert am 15.5.06