| Dialogveranstaltung
Die Reform der europäischen
Zuckermarktordnung:
Bonn, 24. Mai 2006, 10:30-17 Uhr Veranstalter: Germanwatch in Kooperation mit der KLJB >>
Dokumentation
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| Die verabredeten Regelungen zur
neuen Zuckermarktreform lassen weitgehende Probleme befürchten: unklar
ist, welche Entwicklungsländer tatsächlich Zucker in die EU exportieren
können und wie das Einkommen der Kleinbauern dadurch beeinflusst wird.
Wird der Anbau von Zucker ein Mittel zur Armutsbekämpfung oder bedeutet
die Reform das Aus für die Zuckerindustrien in einigen AKP-Staaten
und LDC-Länder?
Wie kann der Zuckersektor sozial und ökologisch gerecht den veränderten Weltmarktbedingungen angepasst werden? Welche Alternativen gibt es zur "herkömmlichen" Zuckernutzung? Ist Ethanol aus Zucker angesichts immer höherer Ölpreise und klimapolitisch motivierter Förderung von Biosprit eine der sozial, ökologisch und ökonomisch tragfähigen Alternativen? Kann Ethanol aus Zuckerrohr dazu beitragen, den Bedarf an Benzin zu reduzieren und damit den Bedarf an Devisen senken? Wie sieht es mit der Flächenkonkurrenz aus - Ökonomen prognostizieren einen Konflikt bei der Frage nach der Flächennutzung: sollen diese für den Anbau von Lebensmitteln oder den Anbau nachwachsender Rohstoffe genutzt werden? In der öffentlichen Diskussion dominiert die Frage, ob die Erzeugung von Biosprit als nachwachsender Rohstoff eine Alternative für die endlichen Ölressourcen und ein Beitrag für den Klimaschutz ist. Weniger diskutiert wird die Frage, ob Ethanol aus Zuckerrohr auch eine Einkommensressource sein kann. Geklärt ist zudem nicht, für welche Länder dies überhaupt in Frage käme. |
Kontakt
Kerstin Lanje
Konferenzort DED
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