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Bayer AG: Beschwerde gegen den Konzern wegen Kinderarbeit in Indien

Multinationale Saatgut-Konzerne profitieren von Kinderarbeit, wie mehrere Studien belegen. In der Produktion von hybridem Baumwollsaatgut stellen indische Vertragslandwirte Kinder ein, vor allem Mädchen, weil diese für wesentlich weniger Geld pro Stunde arbeiten als Erwachsene. Das Saatgut wird über Zwischenhändler an große Agrarmultis wie Bayer, Monsanto, Syngenta, Emergent Genetics oder Advanta verkauft. Zulieferer der Bayer-Tochter ProAgro beschäftigen bei der Produktion von Baumwollsaatgut im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh gegenwärtig rund 1.650 Kinder unter 15 Jahren. Germanwatch unterstützt die indische Partnerorganisation MV Foundation im Kampf gegen Kinderarbeit. Gemeinsam mit der Coordination gegen Bayer-Gefahren und dem Global March against Child Labour haben wir eine Beschwerde wegen Verletzung der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen eingereicht.
 

Junges Mädchen bei der Arbeit im Baumwollfeld 
Foto: Davuluri Venkateswarlu


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zuletzt geändert am 30.3.05