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GERMANWATCH-Forderungen zum Thema Regeln
für Multinationale Unternehmen
für die Koalitionsverhandlungen
nach der Bundestagswahl 2002
Positionen und Forderungen, die Eingang
in die Koalitionsverhandlungen finden sollen:
Regeln für multinationale
Unternehmen im internationalen Rahmen
-
Für multinationale Unternehmen
sollte eine Rahmenkonvention über Pflichten von Unternehmen vereinbart
werden. Damit sollte der Prozess, der von den Regierungen in Johannesburg
im Namen von Corporate Responsibility vereinbart wurde, fortgesetzt werden.
-
Im Rahmen der Verhandlungen von Investitionsregeln
für multinationale Unternehmen sollen soziale, umweltpolitische und
menschenrechtliche Mindeststandards als Grundlage dienen. Diese Diskussionen
sollten nicht im Rahmen der WTO erfolgen.
OECD-Leitsätze - Umsetzung in
Deutschland
-
Die OECD-Leitsätze als anerkannte
Verhaltensregeln für Unternehmen sollten verstärkt umgesetzt
werden, insbesondere durch eine Arbeit der Nationalen Kontaktstelle entsprechend
den vorgegebenen Kriterien von Sichtbarkeit, Zugänglichkeit, Transparenz
und Rechenschaftspflicht.
-
Bei der Arbeit der Nationalen Kontaktstelle
sollte die Zivilgesellschaft gleichberechtigt mit den anderen Akteuren
einbezogen werden. Die Nationale Kontaktstelle sollte als quadripartite
Institution, wie zum Beispiel in Finnland, eingerichtet werden und
neben dem Wirtschaftsministerium sowohl aus Vertretern anderer Ministerien
wie des BMU, des BMZ und des BMA als auch aus Arbeitgeberverbänden,
Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen bestehen.
-
Den OECD-Leitsätzen soll für
die gesamten wirtschaftlichen Aktivitäten der Unternehmen höhere
Verbindlichkeit verliehen werden. Die Einhaltung der OECD-Leitsätze
sollte Voraussetzung dafür sein, staatliche Exportkreditbürgschaften
oder
Investitionsgarantien zu erhalten.
Ansprechpartnerin für Rückfragen:
Cornelia Heydenreich, Tel. 030-2888356-4
Mehr Informationen zum Thema:
zuletzt geändert
am 1.10.02