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Editorial Liebe Leserin, lieber Leser, Arbeitsrechte, Umweltrechte, Menschenrechte. Oft hört man von ihnen, meist wenn sie verletzt werden, häufig im Zusammenhang mit transnationalen Unternehmen. Viele NGOs verlangen daher weltweit verbindliche Regeln für Unternehmen. Die Wirtschaft besteht dagegen mehrheitlich auf freiwilligen Verpflichtungen. Dass Letztere nicht ausreichen, dafür hat die deutsche Industrie mit der Debatte um den Emissionshandel einmal mehr Argumente geliefert. In einer vielbeschworenen freiwilligen Selbstverpflichtung hatte sich die Industrie auf einen Betrag festgelegt, zu dem sie ihre Treibhausgasemissionen reduzieren wollte. Das machte was her: Die Wirtschaft bekennt sich freiwillig zum Klimaschutz und zu konkreten Zahlen. Kaum wurde es Anfang 2004 ernst, wollten die großen Energieverschwender, getarnt durch den BDI, jedoch plötzlich nichts mehr von ihrer Selbstverpflichtung wissen. Hier ist die Politik gefragt. Sie muss eindeutige Regeln vorgeben und wirksame Sanktionsmechanismen dafür schaffen. Verbindliche Spielregeln sorgen für Verlässlichkeit und erleichtern langfristige Planungen bei Investitionen. War das nicht ein Ziel der Wirtschaft? Cornelia Heydenreich |
Diese Zeitung erschien am 31.3.04 als Beilage in der taz
Impressum
| Redaktion | Dörte Bernhardt (V.i.S.d.P.), Christiane Lellig |
Diese Ausgabe wurde gefördert durch das Landesamt für Entwicklungszusammenarbeit, Bremen und "Unsere Welt" Stiftung für Umwelt und Entwicklung. Hier vertretene Standpunkte geben die Ansicht der Herausgeber wieder und stellen nicht die offizielle Meinung unserer Förderer dar.