Seit kurzem gibt es für Passagiere,
denen die Klimaschädlichkeit des Fliegens bekannt ist, die aber dennoch
nicht auf ihren Flug verzichten wollen oder können, eine Handlungsmöglichkeit:
Atmosfair. Atmosfair ist eine Initiative des Reiseveranstalterverbundes
"forum anders reisen" und Germanwatch in Zusammenarbeit mit dem Dienstleister
"500PPM", gefördert vom Bundesumweltministerium. Die Idee: Der Passagier
zahlt freiwillig für die Emissionen seines Fluges, damit an anderer
Stelle Emissionen mit vergleichbarer Klimawirkung eingespart werden können.
Das Geld fließt in Klimaschutzprojekte in ärmeren Ländern
des Südens: Beispielsweise wird in Brasilien auf einem Universitätscampus
in einer neuartigen rückstandsfreien Verbrennungsanlage Strom aus
Müll gemacht, der vorher auf der Deponie landete. In Indien werden
die Dieselkocher in 20 Großküchen durch Solardampfanlagen ersetzt,
die den heißen Wasserdampf zum Kochen liefern. Germanwatch hat die
Umweltstandards für Atmosfair entwickelt und mit den anderen deutschen
Umweltverbänden abgestimmt. Konkret buchen kann der Kunde über
Reiseveranstalter des "forum anders reisen" oder direkt über das Internet
unter www.atmosfair.de.
Atmosfair-Standards
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