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GERMANWATCH - Zeitung Nr. 3 / 2005

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Aktion
Schreiben Sie an die EU-Kommission!
Themen
Fairer Handel statt Almosen!
Geplante Reform der EU-Zuckermarktordnung würde Bauern in Süd und Nord schaden
Die Zukunft des Zuckers
Germanwatch startet Dialogprojekt zur Reform der EU-Zuckermarktordnung
"Zucker hilft gegen Armut"
Interview mit Dr. Rudolf Buntzel, eed
"Es gibt eine bessere Lösung"
Interview mit Dr. Dieter Langendorf, Wirtschaftliche Vereinigung Zucker
"Wir sind gute Kämpfer!"
Interview mit brasilianischem Kleinbauern und Gewerkschafter
"Wir brauchen faire Preise!"
Interview mit deutschem Milchbauern
Kurzmeldungen
Export-Irrsinn stoppen
Ein Kommentar zur europäischen Agrarpolitik
Für einen gerechten Zuckermarkt!
Position von Germanwatch zur Reform der EU-Zuckermarktordnung
Wütende Milchbauern
Massive Kritik an Exportorientierung der EU-Agrarpolitik
Glossar
Warum ich Germanwatch wichtig finde

Grußwort von Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Germanwatch ist eine Nichtregierungsorganisation, an der niemand vorbeikommt: Germanwatch rüttelt auf und informiert, Germanwatch hakt nach und fordert Rechenschaft. Eines der wichtigsten Ziele dabei: Die weltweiten Handelsbedingungen zugunsten der benachteiligten Länder verändern. In diesem Anliegen weiß ich mich mit Germanwatch auf derselben Seite - und deshalb bin ich froh, einen so hartnäckigen und auch manchmal unbequemen Mitstreiter zu haben.

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

immer häufiger wird man derzeit mit Protestaktionen von unzufriedenen deutschen Bauern konfrontiert. Bei den Zukkerrübenbauern ist das Geschrei groß. Der regulierte Zuckermarkt der EU wird neu geordnet, unter anderem sollen die Festpreise für Zucker sinken. Doch dies nutzt weder den Bauern im Norden, noch denen im Süden.

Auch die Milchbauern demonstrieren. Denn die niedrigen Milchpreise decken nicht mal ihre Kosten. Dennoch wird in Deutschland zu viel Milch produziert und - ebenso wie Zucker - mit Hilfe von Subventionen billig exportiert. Diese Dumping-Exporte gehen vornehmlich in Entwicklungsländer, in denen sie die dortigen Preise drücken und das Überleben der Kleinbauern gefährden.

Ein solches agrarpolitisches System, das viel Geld kostet, aber weder den Bauern in Nord oder Süd noch den Verbrauchern nutzt, ist aus unserer Sicht nicht tragbar. Deshalb setzen wir uns ein für eine kleinbäuerliche Landwirtschaft mit weltweit fairen Regeln, die sozial und ökologisch ausgewogen ist! Leider gehen die geplanten Reformen in der EU bisher nicht in diese Richtung. Bitte helfen sie uns dabei, dies zu ändern!

Sarah Kahnert

Diese Zeitung erschien am 30.9.05 als Beilage in der taz

Impressum
Redaktion Dörte Bernhardt (V.i.S.d.P.), Ralf Willinger

Diese Ausgabe wurde gefördert durch die Nordrhein- Westfälische Stiftung für Umwelt und Entwicklung. Hier vertretene Standpunkte geben die Ansicht der Herausgeber bzw. der Interviewpartner wieder und stellen nicht die offizielle Meinung unserer Förderer dar.


zuletzt geändert am 12.10.05