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Editorial Liebe Leserin, lieber Leser, immer häufiger wird man derzeit mit Protestaktionen von unzufriedenen deutschen Bauern konfrontiert. Bei den Zukkerrübenbauern ist das Geschrei groß. Der regulierte Zuckermarkt der EU wird neu geordnet, unter anderem sollen die Festpreise für Zucker sinken. Doch dies nutzt weder den Bauern im Norden, noch denen im Süden. Auch die Milchbauern demonstrieren. Denn die niedrigen Milchpreise decken nicht mal ihre Kosten. Dennoch wird in Deutschland zu viel Milch produziert und - ebenso wie Zucker - mit Hilfe von Subventionen billig exportiert. Diese Dumping-Exporte gehen vornehmlich in Entwicklungsländer, in denen sie die dortigen Preise drücken und das Überleben der Kleinbauern gefährden. Ein solches agrarpolitisches System, das viel Geld kostet, aber weder den Bauern in Nord oder Süd noch den Verbrauchern nutzt, ist aus unserer Sicht nicht tragbar. Deshalb setzen wir uns ein für eine kleinbäuerliche Landwirtschaft mit weltweit fairen Regeln, die sozial und ökologisch ausgewogen ist! Leider gehen die geplanten Reformen in der EU bisher nicht in diese Richtung. Bitte helfen sie uns dabei, dies zu ändern! Sarah Kahnert |
Diese Zeitung erschien am 30.9.05 als Beilage in der taz
Impressum
| Redaktion | Dörte Bernhardt (V.i.S.d.P.), Ralf Willinger |
Diese Ausgabe wurde gefördert durch die Nordrhein- Westfälische Stiftung für Umwelt und Entwicklung. Hier vertretene Standpunkte geben die Ansicht der Herausgeber bzw. der Interviewpartner wieder und stellen nicht die offizielle Meinung unserer Förderer dar.