Startseite
> Publikationen > Germanwatch-Zeitung
> Nr. 1/07
Was hat fairer Kaffee mit Erneuerbaren
Energien in Deutschland zu tun?
Der Klimawandel bedroht den Anbau von
Agrarprodukten in Entwicklungsländern. Beispiel Kaffee: Der Rückgang
der Niederschläge hat die Anbaubedingungen in der indischen Region
Coorg drastisch verschlechtert. Für Uganda geht man davon aus, dass
schon bei einer Temperaturerhöhung von 2 Grad Celsius der Anbau fast
unmöglich würde. Eine Konsequenz für die Kaffeebranche könnte
sein: Engagement für Klimaschutz! Wie das gehen kann, zeigt die amerikanische
Kette Starbucks. Die Firma hat nicht nur begonnen, einen stetig wachsenden
Anteil an ökologisch angebautem und fair gehandeltem Kaffee zu verkaufen.
Für seine über 6.000 Filialen in den USA bezieht das Unternehmen
jetzt grünen Strom. Zwar kommen zunächst nur 5 Prozent des Stroms
aus "grünen Zertifikaten". Die Firma gehört damit aber schon
zu den 25 größten Ökostromkunden in den USA. "Fairer Kaffee"
kann so um eine wichtige Dimension erweitert werden: Der mit seinen Auswirkungen
auf die Entwicklungsländer unfaire Klimawandel wird bekämpft.
Warum nicht auch in Deutschland, z.B. durch Eine-Welt-Läden?
Sven Harmeling
Klimawandel zerstört Entwicklung:
Auswirkungen des Temperaturanstiegs auf den Kaffeeanbau in Uganda. Grafik:
eigene Darstellung nach Simonett 1989.
>> Aktion:
Fördermitgliedschaft + Ökostrom
zuletzt geändert
am 6.3.07