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Steuergelder ökologisch und sozial ausgeben! Sagen Sie Ihre Meinung!

 
Liebe Leserin, lieber Leser,

Cadmiumvergiftungen in der chinesischen Computerproduktion, sklavenähnliche Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen, Pestizidvergiftungen auf Blumenplantagen in Guatemala - völlig unannehmbare Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen sind leider Alltag in vielen Fabriken, Plantagen und Minen, die weltweit für multinationale Unternehmen produzieren. 

Gekauft werden diese Produkte auch mit unseren Steuergeldern - die Auftraggeber der öffentlichen Hand sind hier die größten Konsumenten im Lande. Bisher spielen soziale und ökologische Kriterien beim Einkauf des Staates noch kaum eine Rolle. Aber ohne Gesetzesänderung können auch gutwillige Kommunen oder Landesregierungen nur sehr begrenzt handeln.

Momentan werden die Weichen dafür gestellt, ob sich dies in der Zukunft ändert. Die Ministerien verhandeln einen Gesetzentwurf zum öffentlichen Beschaffungswesen, der eine längst überfällige EU-Richtlinie in deutsches Recht umsetzen soll. Das federführende Wirtschaftsministerium blockiert bisher die Festschreibung von ökologischen und sozialen Kriterien bei der Beschaffung.
 

Sagen Sie Ihre Meinung!

Schreiben Sie einen Brief oder eine E-Mail an den Wirtschaftsminister Michael Glos. Dieser soll sich im laufenden Gesetzesverfahren für die Aufnahme verbindlicher sozialer und ökologischer Kriterien ins deutsche Vergaberecht einsetzen.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
 

Ihr Klaus Milke
Germanwatch-Vorstandsvorsitzender
 

Weitere Infos:


Aktion des CorA-Netzwerks für eine soziale, ökologische und faire öffentliche Beschaffung
Foto: Peter Steudtner, Nikota

 


zuletzt geändert am 17.10.07