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Editorial Liebe Leserin, lieber Leser, Mit Größe und Einfluss der transnationalen Unternehmen wächst auch ihre Verantwortung. Vor diesem Hintergrund nehmen wir in dieser Zeitung Herausforderungen für die schnell wachsende Informations- und Telekommunikationsbranche unter die Lupe. Diese reichen von der Bürgerkriegsfinanzierung durch Coltan-Abbau über Menschenrechtsverletzungen im komplizierten Geflecht von Zulieferfirmen bis hin zum stark steigenden Energieverbrauch der Branche. Die Beteiligung der relevanten Bezugsgruppen, entsprechende Umwelt- und Sozial-Management-Systeme, Transparenz und unabhängige Überprüfung der Versprechen bilden die Messlatte für die Wirksamkeit freiwilliger Maßnahmen. Solche Vorreiter-Initiativen können oft sehr schnell gute Praxisbeispiele entwickeln und für die Erarbeitung von Produktionsstandards unerlässlich sein. Sobald es aber um eine flächendeckende Umsetzung, die Vermeidung von Wettbewerbsnachteilen für Vorreiter sowie große Investitionen zur Umsetzung von sozialen und ökologischen Standards geht, muss das Politiksignal "long, loud and legal" sein - langfristig, finanzrelevant und verbindlich. Mit herzlichem Gruß Christoph Bals
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Diese Zeitung erscheint am 19. Oktober 2007 als Beilage in der taz
Redaktion: Dörte Bernhardt (V.i.S.d.P.), Anika Busch, Gerold Kier, Klaus Milke.
Diese Ausgabe wurde gefördert
durch die Europäische Union, das Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und die Stiftung Umverteilen. Hier
vertretene Standpunkte geben die Ansicht der Herausgeber bzw. der Interviewpartner
wieder und stellen nicht unbedingt die offizielle Meinung unserer Förderer
dar.