| Posen markiert den Beginn einer
entscheidenden Phase für die UN-Klimaverhandlungen. Bis Ende nächsten
Jahres soll klar sein, ob ein ambitioniertes internationales Abkommen gelingt,
das die Gefahren des Klimawandels stark begrenzt. Germanwatch setzt sich
massiv dafür ein. Mit einem inhaltlich breit aufgestellten Team werden
wir in Posen versuchen, die Verhandlungen zu beeinflussen. Dabei geht es
vor allem um Themen wie Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel für
die Hauptbetroffenen oder die Vermeidung von Entwaldung in den Tropen.
Neben der Unterstützung des internationalen Climate Action Network
(CAN) wird Germanwatch ganz gezielt Druck auf wichtige Delegationen machen
und die Öffentlichkeit informieren, u.a. durch Berichte und Pressemitteilungen.
Wir planen folgende Aktivitäten:
Der Germanwatch Klimaschutz-Index und der Klima-Risiko-Index Wie auch in den vergangenen Jahren wird Germanwatch mit zwei Informationsinstrumenten die Klimaverhandlungen begleiten. Mit dem Klima-Risiko-Index (KRI) zeigt Germanwatch, welche Länder in den letzten Jahren am stärksten von Wetterextremen betroffen waren. In Posen werden wir den KRI 2009 am 4. Dezember der internationalen Öffentlichkeit vorstellen. Der Klimaschutz-Index (KSI) analysiert, wie gut oder schlecht die Klimapolitik der Länder mit den höchsten Emissionen ist, und setzt so insbesondere die "Klimasünder" unter Druck. Der KSI 2009 soll voraussichtlich am 10. Dezember der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Offizielle Begleitveranstaltung zum Meeresspiegelanstieg Der Meeresspiegelanstieg zählt
zu den schlimmsten Folgen der Klimaänderung. Aus diesem Grund plant
Germanwatch am 2. Dezember in Posen eine offizielle Begleitveranstaltung
zu diesem Thema ("A greater risk of sea level rise? New insights since
IPCC 2007") mit den renommierten Experten Stefan Rahmstorf und Bill Hare.
Klimaversicherung für die Hauptbetroffenen Das internationale Expertennetzwerk "Munich Climate Insurance Initiative (MCII)" spielt eine zentrale Rolle bei der konzeptionellen Entwicklung eines internationalen Klimaversicherungsinstruments. Dieses soll die durch den Klimawandel am stärksten betroffenen, ärmsten Länder gegen die Auswirkungen extremer Stürme und Überschwemmungen absichern. Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch, ist Vorstandsmitglied dieses Netzwerks. MCII wird am 4. Dezember die außergewöhnliche Gelegenheit haben, in einem offiziellen Workshop im Rahmen der Verhandlungen zu einem neuen Klimaschutzabkommen seine Ideen für ein internationales Versicherungsinstrument zu präsentieren. >>
Weitere Informationen zur MCII
Eine menschenrechtsbasierte Perspektive auf den Klimawandel: die Hauptbetroffenen in den Fokus rücken Gemeinsam mit Brot für die Welt werden wir eine neue Studie vorstellen: "Klimawandel, Ernährungssicherheit und das Recht auf angemessene Ernährung". Diese verknüpft erstmals die Debatte um das Menschenrecht auf angemessene Ernährung mit den Verpflichtungen der Verursacherländer, die Anpassung der besonders verletzlichen Staaten an die Folgen des Klimawandels zu unterstützen. Die Studie wurde gemeinsam mit Projektpartnern aus drei Kontinenten erarbeitet. Sie wird voraussichtlich am 5. Dezember der Öffentlichkeit vorgestellt. Mentorship für Süd-NGOs Germanwatch möchte einigen afrikanischen
NGO-Kollegen die Teilnahme an allen Klimaverhandlungen ermöglichen.
Sie werden an unseren täglichen Teambesprechungen teilnehmen und gemeinsam
mit uns bei den NGO-Strategietreffen sowie bei Treffen mit Delegationen
dabei sein.
Helfen Sie uns! Sie können Germanwatch aktiv dabei unterstützen, die Klimaverhandlungen - auch in der Zukunft - zu beeinflussen, um mehr Gerechtigkeit zu erzielen und das Abwenden eines gefährlichen Klimawandels zu ermöglichen. Jede Spende hilft uns in unserer Arbeit! Sven Harmeling |