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GERMANWATCH - Zeitung Nr. 4 / 2008

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Aktion
Time to Lead
Themen
Klimagipfel in Posen: Signal zum Aufbruch mitten in der Finanzkrise?
Ein Meeresspiegelanstieg von mehreren Metern?
Wesentliche Weichenstellungen erfolgen in den kommenden ein oder zwei Jahrzehnten. Gespräch mit Stefan Rahmstorf vom PIK
Die Klima-Chancen der Finanzmarktkrise nutzen
Al Gores Fünf-Punkte-Plan bereichert auch die europäische Debatte
Klima- und Energiesicherheit durch internationale Zusammenarbeit
Können wir eine dritte Industrielle Revolution anstoßen? Regierung und Unternehmen für eine verbesserte Umsetzung verantwortlich
Aufbruch für eine internationale Energiewende?
Im Januar 2009 wird in Bonn die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) gegründet
EU muss Verantwortung gerecht werden!
Energie- und Klimaschutzpaket steht vor seiner Verabschiedung
Menschenrechten und Entwicklungszielen Vorrang geben
Auswirkungen von Wirtschaftspartnerschaftsabkommen auf afrikanische Kleinbauern - Konferenzbericht
Kurzberichte
Preisträger des Germanwatch-Posterwettbewerbs gekürt
Beteiligen Sie sich am Klimaaktionstag am 6. Dezember!
Globaler Klimawandel - Wissen macht Schule
Germanwatch aktiv in Posen - und Sie?
Warum ich Germanwatch wichtig finde

Grußwort von Richard Muyungi, Regierung Tansania; Vorsitzender des Adaptation Fund Board

Der Klimawandel hat die Menschheit an einen Wendepunkt gebracht, und die Verhandlungen über ein neues globales Klimaabkommen werden jetzt ernst. Die katastrophalen Folgen des Klimawandels gefährden die Entwicklungschancen vieler Menschen, vor allem in Afrika und den wirtschaftlich schwächsten Ländern. Viele von ihnen werden nicht in der Lage sein, sich schnell genug an die Klimaveränderungen anzupassen. Germanwatch spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Belange der Entwicklungsländer in den Vordergrund zu rücken. Dabei arbeitet Germanwatch mit wichtigen Partnern zusammen, um ein für alle gerechtes Klimaabkommen durchzusetzen.

Editorial

Können wir es schaffen?

Yes we can - auch mit diesem so verbindenden Slogan hat Barack Obama den US-Wahlkampf gewonnen. Er allein kann die sich auftürmenden Probleme nicht bewältigen - nicht in seinem Land und nicht in der Welt.  Von einem gewaltigen Negativerbe und allzu hohen Erwartungen wird er nahezu erschlagen.

Auch andere müssen jetzt vorangehen, damit wirklich ein ganz großes "WIR KÖNNEN ES SCHAFFEN" daraus wird. Dazu gehören die Europäer ganz besonders. Die EU muss mit ihrem Energie- und Klimapaket jetzt zeigen, dass sie nicht nur redet, sondern handelt. Polen und Italien führen die Bremser an, aber Deutschland ist auch dabei, seine  internationale Glaubwürdigkeit zu verspielen.

Das klare Signal, auf das die Schwellenländer warten, ist beim Klimagipfel in Posen nicht zu  erwarten. Dazu müssten die Industrieländer entschieden vorangehen, die versprochenen  Ziele umsetzen und das  notwendige Geld organisieren.

Die Finanzkrise bietet in dieser Hinsicht auch Chancen. Werden die Politiker den Mut zu einem Green New Deal finden, indem sie nachhaltige Infrastrukturen und  Erneuerbare Energien sowie  Energieeffizienz in großem Maße finanzieren?

Und selbst wenn das gelingt: Werden die Verwundbarsten dabei mit im Blick sein, damit auch sie sagen können: "Yes we can"?

Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender Germanwatch
 

Diese Zeitung erschien am 1.12.08 als Beilage in der taz

Redaktion: Dörte Bernhardt (v.i.S.d.P.), Anika Busch, Gerold Kier, Klaus Milke.

Diese Ausgabe wurde gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und das Umweltbundesamt. Hier vertretene Standpunkte geben die Ansicht der Herausgeber bzw. der Interviewpartner wieder und stellen nicht die offizielle Meinung unserer Förderer dar.


zuletzt geändert am 08.01.09