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Editorial Können wir es schaffen? Yes we can - auch mit diesem so verbindenden Slogan hat Barack Obama den US-Wahlkampf gewonnen. Er allein kann die sich auftürmenden Probleme nicht bewältigen - nicht in seinem Land und nicht in der Welt. Von einem gewaltigen Negativerbe und allzu hohen Erwartungen wird er nahezu erschlagen. Auch andere müssen jetzt vorangehen, damit wirklich ein ganz großes "WIR KÖNNEN ES SCHAFFEN" daraus wird. Dazu gehören die Europäer ganz besonders. Die EU muss mit ihrem Energie- und Klimapaket jetzt zeigen, dass sie nicht nur redet, sondern handelt. Polen und Italien führen die Bremser an, aber Deutschland ist auch dabei, seine internationale Glaubwürdigkeit zu verspielen. Das klare Signal, auf das die Schwellenländer warten, ist beim Klimagipfel in Posen nicht zu erwarten. Dazu müssten die Industrieländer entschieden vorangehen, die versprochenen Ziele umsetzen und das notwendige Geld organisieren. Die Finanzkrise bietet in dieser Hinsicht auch Chancen. Werden die Politiker den Mut zu einem Green New Deal finden, indem sie nachhaltige Infrastrukturen und Erneuerbare Energien sowie Energieeffizienz in großem Maße finanzieren? Und selbst wenn das gelingt: Werden die Verwundbarsten dabei mit im Blick sein, damit auch sie sagen können: "Yes we can"? Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender
Germanwatch
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Diese Zeitung erschien am 1.12.08 als Beilage in der taz
Redaktion: Dörte Bernhardt (v.i.S.d.P.), Anika Busch, Gerold Kier, Klaus Milke.
Diese Ausgabe wurde gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und das Umweltbundesamt. Hier vertretene Standpunkte geben die Ansicht der Herausgeber bzw. der Interviewpartner wieder und stellen nicht die offizielle Meinung unserer Förderer dar.