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GERMANWATCH - Zeitung Nr. 1 / 2009

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Aktion
Handyrecycling - Machen Sie sich für Anreizsysteme stark!###
Themen
IT-Industrie: Lösung oder Problem für globale Herausforderungen?
Die IT-Industrie im Lichte von Klimawandel, Sicherheitsdebatte und Rohstoffstrategie
Soziale Kriterien beim öffentlichen Einkauf
Die Marktmacht öffentlicher Einrichtungen kann zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im IT-Sektor beitragen
Ein intelligentes Netz für den Sprung ins Solarzeitalter
IT-Industrie für Ausbau der Erneuerbaren Energien nötig
Alles im grünen Bereich in der IT-Industrie?
Green IT muss mehr tun, als Strom zu sparen
"Wir brauchen eine globale Recyclingwirtschaft"
Wertvolle Rohstoffe bleiben ungenutzt: Interview mit Christian Hagelüken, Umicore
Bye Bye Stromverschwendung durch Stand-by
EU steigert die Energieeffizienz energieverbrauchender Geräte
Kurzberichte
Aktionsplan für sozial-ökologische Beschaffung vonnöten!
Bücher statt kaputter Computer
Greenpeace gibt Nintendo und Microsoft schlechte Noten
"Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt"
Eine Bildungsreise per Handy um die Welt
Warum ich Germanwatch wichtig finde

Für jede Gesellschaft ist Transparenz zentral. Transparenz brauchen wir, damit wir den Dingen auf den Grund gehen, Probleme analysieren und Lösungen suchen können. Germanwatch ist eine der Organisationen, die in wichtigen Fragen für mehr Transparenz in unserer Gesellschaft sorgen. So setzt sich Germanwatch etwa für mehr Transparenz im IT-Sektor ein – vom Abbau der Rohstoffe für Batterien und Geräte über die Nutzung bis hin zur Entsorgung. Ich wünsche den Kolleginnen und Kollegen von Germanwatch viel Erfolg bei ihrer professionellen politischen Arbeit!

Grußwort von PETER EIGEN
Gründer von Transparency International und Vorsitzender der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI)

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

es war ein Aufwachsignal für die IT-Branche, als einige Studien zeigten, dass der Sektor bereits für zwei Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich ist - mit stark steigender Tendenz. Handys und Laptops symbolisieren Fortschritt und Unabhängigkeit. Doch für die Unabhängigkeit zahlen wir auch einen Preis der Abhängigkeit. Nur ein Beispiel: 25 Prozent des in der Welt abgebauten Kobalts landen in der IT-Industrie - hauptsächlich in Akkus, die nur kurze Zeit genutzt werden. Denn schon nach wenigen Jahren wird das, was Fortschritt war, zum Fortschrott: Nicht beim Recycling, sondern in irgendeiner Schublade landen die meisten Handys. Unterstützen sie deshalb den Aufruf an Handy-Hersteller auf Seite drei, Anreizsysteme für die Rückgabe von Handys aufzubauen!

Was wir bei Handy- und Laptop-Akkus im Kleinformat feststellen - den enormen Bedarf an wertvollen Metallen -, könnten wir demnächst auf dem Weg zur Elektromobilität im großen Stil erleben. "Wir sehen ein enormes Wachstumspotenzial für großformatige Lithium-Ionen Batterien", schrieb die Deutsche Bank vor wenigen Tagen. Wer eine solche Batterie vor sich hat, sieht nur einen viereckigen Kasten - eine Blackbox -, aber nicht die darin steckenden wertvollen Rohstoffe. Die Entwicklung der Batterien mag für die Mobilität ein wichtiger Schritt in die Zukunft sein, aber bisher kennen nicht einmal die Autokonzerne selber die Umwelt- und Sozialbilanz der neuen Kraftspender. Wir freuen uns, wenn solche Zukunftsoptionen getestet werden. Aber wir erwarten auch, dass ein solcher Test transparent sowie nachhaltig ist - und Konsequenzen hat.

Mit herzlichem Gruß,

CHRISTOPH BALS
POLITISCHER GESCHÄFTSFÜHRER

Diese Zeitung erschien am 3.3.09 als Beilage in der taz

Redaktion: Dörte Bernhardt (v.i.S.d.P.), Anika Busch, Gerold Kier, Klaus Milke.

Diese Ausgabe wurde gefördert durch die Europäische Kommission, das Umweltbundesamt und das Bundesumweltministerium. Hier vertretene Standpunkte geben die Ansicht der Herausgeber bzw. der Interviewpartner wieder und stellen nicht die offizielle Meinung unserer Förderer dar.
 


zuletzt geändert am 9.4.09