Klima

Wir stehen vor zwei großen Klima-Herausforderungen. Erstens: Unbewältigbare Ausmaße des Klimawandels zu vermeiden - durch Klimaschutz. Zweitens: Unvermeidbare Auswirkungen des Klimawandels zu bewältigen - durch Anpassung. Zu beiden arbeitet Germanwatch an gerechten und effizienten Lösungen.

Aktuelles zum Thema

Meldung
22.03.2020
Bild: Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch, im Dialog
Christoph Bals im Gespräch mit Dieter Kassel auf Deutschlandfunk Kultur (20.03.2020)

Kurzfristig entlastet die Coronakrise zwar die Umwelt, hat aber keinen langfristigen Effekt für den Klimaschutz, warnt Christoph Bals von Germanwatch. [...] Sorge bereitet Bals, dass es in Deutschland, in Europa, aber auch weltweit Akteure gebe, die mit der fossilen Wirtschaft eng verbunden seien und die Coronakrise dazu nutzen wollten, um den Klimaschutz auszuhebeln. „Das wäre in der Tat absolut schrecklich für die Zukunft des Klimaschutzes“, so Bals. „Wir müssen diese starke Kurve nach oben umdrehen in eine Kurve nach unten, und zwar deutlich nach unten. Ansonsten haben wir keine Chance, die Klimaziele, die zur Abwendung und Eindämmung der Klimakrise notwendig sind, auch so umzusetzen oder zu erreichen."

Meldung
17.02.2020
Lüke Recktenwald, Kläger aus Langeoog
Die Mitte Januar vorgestellte Beschwerde von neun Jugendlichen und jungen Erwachsenen liegt nun dem Bundesverfassungsgericht vor

Neun junge Menschen aus verschiedenen Regionen Deutschlands haben ihre bereits am 15. Januar angekündigte Verfassungsbeschwerde gegen das Klimaschutzgesetz beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht. Die Kläger, unter ihnen Luisa Neubauer von Fridays for Future und Lüke Recktenwald - Sohn der Familie Recktenwald von der Insel Langeoog, die beim „People’s Climate Case“ auch gegen die zu schwache EU-Klimapolitik klagt - machen in der Beschwerde geltend, dass das Klimaschutzgesetz vor allem wegen zu schwacher Emissionsreduktionsziele nicht ausreiche, um die Klimakrise einzudämmen.

KlimaKompakt
30.12.2019
Header KlimaKompakt

Die letzte KlimaKompakt-Ausgabe im Jahr 2019 macht auf das am 1.1.2020 anlaufende neue UNESCO Programm zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE für 2030) aufmerksam. Das auslaufende UNESCO BNE-Weltaktionsprogramm 2014-19 forderte: “to empower learners to transform themselves and the society they live in“. „BNE für 2030“ baut darauf auf und geht weiter. Es drängt auf eine Bildung, die dazu befähigt, politisch aktiv zu werden, um die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) umzusetzen: „Alle BNE Aktivitäten tragen zur Umsetzung der SDGs bei“ (5.3). Damit verfolgt es einen klar politischen Ansatz. Es spricht von transformativer BNE und sagt: „BNE in Aktion ist Bürger-sein in Aktion“ (4.7).

Meldung
23.12.2019
Titelbild: Deutsche Klimapolitik
Lesenswertes Interview aus dem Tagesspiegel Background Energie & Klima

„Wenn man ein Jahr zurückblickt, haben wir große Schritte gemacht“, sagt Mathieu. „Der Green Deal und die Entscheidung für eine Klimaneutralität bis 2050 sind wichtige Zeichen für das Klima und für eine starke, einige EU.“ Gerade der Green Deal müsse noch mit Leben gefüllt werden, sagt die Deutsch-Französin, aber der Ansatz sei der richtige. „Das bewerten wir bei Germanwatch als Elan. Natürlich kommt es zu spät, aber es kommt.“ Für das Ziel der Klimaneutralität sei es nun vor allem wichtig, Polen mit an Bord zu holen. Deutschland, das in letzter Zeit aus der Vorreiterrolle eher ins Mittelfeld abgerutscht sei, sieht die 40-Jährige jetzt in der Verantwortung. „Die Bundesregierung muss den Kollegen in Europa deutlich klarer den Rücken stärken.“

Pressemitteilung
06.12.2019
Pressemitteilung
Das Europäische Parlament erklärt den Klimaernstfall, will aber gemeinsam mit dem Rat den Familien der EU-Klimaklage Rechtsschutz vor Europäischem Gerichtshof verweigern

Berlin (6. Dez. 2019). Das Europäische Parlament und der Europäische Rat haben auf die Rechtsmitteleinlegung der Kläger des People’s Climate Case reagiert und auch in zweiter Instanz die Abweisung der Klage auf eine Verschärfung der EU-Klimaziele und Grundrechtsschutz beantragt. Zu den Klägern des People's Climate Case zählt auch Familie Recktenwald von der Insel Langeoog.

Pressemitteilung
11.11.2019
Pressemitteilung
Climate Transparency-Konsortium stellt neuen Brown-to-Green-Report zur G20 vor: Noch keines der G20-Länder auf Kurs um das Temperaturlimit des Pariser Klimaabkommens einzuhalten +++ Hälfte der G20-Staaten könnte aber aktuelle eigene Klimaziele erhöhen +++ Auch G20 massiv von Wetterextremen betroffen: Über 260.000 Todesopfer durch Stürme, Überflutungen und Hitzewellen in 20 Jahren +++

Kein einziger der G20-Staaten befindet sich derzeit auf einem Kurs der es ermöglicht, den globalen Temperaturanstieg - wie vom Pariser Klimaabkommen angestrebt - auf 1,5 Grad zu begrenzen. Zusammengerechnet wachsen die Emissionen der 20 größten Volkswirtschaften der Welt weiterhin. Immerhin rund die Hälfte dieser Staaten ist aber auf gutem Weg, die selbst gesetzten nationalen Klimaziele zu erreichen oder gar zu überbieten. Sie wären somit in der Lage, ihre bislang für das Pariser Klimaabkommen gemachten und ausnahmslos zu schwachen Zusagen im kommenden Jahr zu erhöhen. Das Abschneiden Deutschlands im G20-Vergleich ist gleich in mehreren Bereichen schwach. Dies sind einige Kernaussagen des heute erschienenen Brown-to-Green-Reports der internationalen Initiative Climate Transparency

Blogpost
23.10.2019
Luftaufnahme Eisberge
In seinem jüngsten Sonderbericht beschreibt der Weltklimarat minutiös die dramatischen Folgen des Klimawandels.

Der Weltklimarat IPCC deckt mit seinem Sonderbericht vom 25. September, dem Special Report on the Ocean and Cryosphere in a Changing Climate, den überwiegenden Teil der Erde ab. Schließlich machen Ozeane, Kryosphäre und Hochgebirge gemeinsam 81 Prozent der Erdoberfläche aus (71 Prozent sind von Ozeanen bedeckt, weitere 10 Prozent der Landfläche ist von Gletschern und Eisschilden überzogen).

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30.09.2019
Blog
Ein Gastbeitrag von Srinivas Krishnaswamy des indischen Thinktanks Vasudha Foundation

Die Landknappheit im dicht besiedelten Indien stellt eine Unsicherheit für Investitionen in die dortige Solarenergie dar. Srinivas Krishnaswamy des indischen Thinktanks Vasudha Foundation erörtert Ansätze, die dazu dienen können, die Lebensgrundlagen von Landwirten zu sichern, Investitionsrisiken in die indische Solarenergie zu minimieren und somit die ambitionierten Solarziele Indiens zu realisieren.

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19.09.2019
Blog
Ein Gastbeitrag von NC Thirumalai des indischen Thinktanks CSTEP (Center for Study of Science, Technology and Policy)

Indien verfolgt ambitionierte Solarziele für deren Umsetzung auch internationale Investitionen benötigt werden. Der Gastbeitrag von NC Thirumalai des indischen Thinktanks CSTEP zeigt sechs finanzielle Risiken für Investitionen in den indischen Solarsektor auf. Entsprechende Instrumente zum De-Risking sind Beispiele dafür, wie eine Hebelwirkung des Finanzmarkts und für ihn relevante Politiken die Erreichung der internationalen Klimaziele unterstützen können.

Pressemitteilung
13.09.2019
Pressemitteilung
Große Mehrheit der Wähler will internationale Vorreiterrolle Deutschlands im Klimaschutz / SPD-Anhänger würden Fortsetzung der Großen Koalition von Ergebnissen des Klimakabinetts abhängig machen / Germanwatch fordert von Klimakabinett Quantensprung und bei CO2-Preis Steuerlösung

Vier Fünftel der Wahlberechtigten und sogar 86 Prozent der Unionsanhänger wünschen sich, dass das Klimakabinett Maßnahmen mit schneller Wirkung im Klimaschutz beschließt. Knapp vier Fünftel wünschen sich außerdem, dass Deutschland wieder eine internationale Vorreiterrolle beim Klimaschutz übernimmt und damit für mehr Schub weltweit sorgt

Ansprechpartner*in

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Politischer Geschäftsführer
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