News | 25 June 2019

Kirchentag 2019 - Was für ein Vertrauen

Germanwatch war vier Tage vor Ort - mit Vorträgen und beim Markt der Möglichkeiten
Germanwatch war vier Tage mit einem Stand beim Markt der Möglichkeiten vertreten

Vom 19. bis 23. Juni fand der diesjährige Deutsche Evangelische Kirchentag unter dem Motto „Was für ein Vertrauen“ in Dortmund statt. Insgesamt besuchten mehr als 120.000 Personen den Kirchentag, bei dem Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Medien, Wirtschaft, Kirche und dem öffentlichen Leben zu Wort kamen.

Neben Gottesdiensten wurden in Ausstellungen, an Infoständen, auf Podiumsdiskussionen und in anderen Formaten viele politische Fragen aufgeworfen und diskutiert, wie zum Beispiel nach Möglichkeiten einer gerechter gestalteten globalisierten Welt. Auch forderten viele der Anwesenden, Deutschland und Europa müsse die Seenotrettung auf dem Mittelmeer unterstützen und gegenüber Geflüchteten unbedingt humanitäre Hilfe leisten.

Darüber hinaus stellten Klima- und Umweltschutz ein zentrales Thema auf dem diesjährigen Kirchentag dar. Dazu trug auch Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer bei Germanwatch, mit seinen Diskussionsbeiträgen auf dem Podium "Weichenstellungen in der Energie- und Klimapolitik" bei, an dem auch Prof. Hans Joachim Schellnhuber und Svenja Schulze teilnahmen.

Beim viertägigen Markt der Möglichkeiten führten Mitarbeiter*innen am Germanwatch-Stand zahlreiche Gespräche und Diskussionen mit Vertreter*innen anderer Organisationen und Besucher*innen, die sich zum Beispiel durch das Konzept des Hand Prints in ihrem Engagement für strukturellen Wandel bestärkt fühlten. Betont wurde in den Gesprächen, dass es zwar auch um die Verringerung des eigenen ökologischen und sozialen Fußabdrucks geht, dass aber der Einsatz für strukturelle Veränderungen – „nachhaltig muss das neue normal werden“ – wirksamer und dringend notwendig ist. Entscheidungsträger*innen rücken so in den Fokus der Bildungsarbeit von immer mehr Akteuren. Viele Menschen und Organisationen auf dem Kirchentag waren sich außerdem einig, dass der aktuelle Druck der Straße enorm wichtig sei, damit Politik ihre Nachhaltigkeitshausaufgaben macht.

Auch die Umsetzung der globalen Ziele für nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) war in vielen Gesprächen Thema – häufig inspiriert durch die gemeinsame Betrachtung des Germanwatch Wimmelbild von einer nachhaltigen Stadt der Zukunft. Daran knüpfte am Samstag außerdem ein Workshop von Reinhild Benning, Referentin für Landwirtschaft und Tierhaltung, zu "Globale Ziele und die europäische Landwirtschaft“ an.

Dieser Bericht wurde von Lisa-Marie Schmidbauer und Emily Volk (Praktikantinnen im Team Bildung für nachhaltige Entwicklung) verfasst.

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